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Aquarelle und Skizzen: Britisches Auktionshaus versteigert Hitler-Bilder

zuletzt aktualisiert: 26.09.2006 - 13:14

Lostwithiel/Großbritannien (rpo). Ein Auktionshaus in Großbritannien versteigert 23 Bilder von Adolf Hitler. Die Aquarelle und Skizzen entstanden, als der spätere Diktator im Ersten Weltkrieg in Flandern stationiert war. Das Auktionshaus rechnet mit einem Erlös von 6.000 Euro pro Bild.

Chris Walton, Sprecher des Auktionshauses Jefferys, räumte ein, dass diese Landschaftsbilder eher von historischem als von künstlerischem Wert seien.

Dennoch wurde ein hoher Erlös erwartet. Walton rechnete mit umgerechnet 6.000 Euro pro angebotenem Werk. Bei anderen Auktionen haben Gemälde von Hitler, der in jüngeren Jahren hunderte Bilder gemalt haben soll, zwischen 4.000 und 40.000 Euro erzielt. Walton räumte ein, dass die Versteigerung einige Kontroversen ausgelöst habe. Er vertrat jedoch die Ansicht, dass die vor fast 100 Jahren entstandenen Bilder unabhängig von der späteren Rolle Hitlers gesehen werden sollten.

Die Gemälde wurden auf einem Bauernhof in Belgien gefunden - nicht weit vom Einsatzort Hitlers im Ersten Weltkrieg. Die anonymen Besitzer ließen sich laut Walton von Experten bestätigen, dass die Bilder tatsächlich von Hitler stammten. Diese Experten seien inzwischen allerdings verstorben, so dass letzte Zweifel nicht ganz ausgeräumt werden könnten. Er sei dennoch von der Echtheit der Bilder überzeugt, betonte Walton.

Die Einwohner von Lostwithiel in der Grafschaft Cornwall waren über die Versteigerung geteilter Meinung. Während einige es begrüßten, dass die vom Tourismus abhängige Kleinstadt dank der Auktion mehr Publicity erhalte, äußerten andere ihren Unmut darüber, nunmehr mit Hitler assoziiert zu werden. Rhonda Barad vom Simon-Wiesenthal-Zentrum sprach von einer sehr schlechten Entscheidung. Die meisten Auktionshäuser nähmen Rücksicht auf die Gefühle der NS-Opfer und böten ganz bewusst keine Gemälde von Hitler an, deren Verkauf in vielen Ländern ohnehin verboten sei.

Quelle: ap

 
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