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US-Präsidentengattin
Britisches Boulevardblatt soll Millionen an Melania Trump zahlen

Britisches Boulevardblatt soll Millionen an Melania Trump zahlen
Melania und Donald Trump (hier auf dem Parteitag der Republikaner im Juli 2016) sind seit 2005 verheiratet, sie haben einen gemeinsamen Sohn: Barron (l.). FOTO: dpa, msc htf cul hjb
London. Das britische Boulevardblatt "Daily Mail" zieht Berichte über die US-First-Lady als unwahr zurück. Medien zufolge bekommt Melania Trump rund 2,7 Millionen Euro. Die Zeitung dürfte damit noch glimpflich davonkommen.

Wegen falscher Berichte über ihre Tätigkeit als Model hat sich die britische Boulevardzeitung "Daily Mail" öffentlich bei der First Lady der USA, Melania Trump, entschuldigt. Beide Seiten einigten sich zudem vor dem Londoner High Court auf einen Vergleich.

Medienberichten zufolge soll sich die "Daily Mail" verpflichtet haben, umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro an die US-Präsidentengattin zu zahlen. Im Gegenzug lässt Trump ihre Klagen fallen.

Trump soll laut "Daily Mail" als Escort-Dame gearbeitet haben 

Behauptungen, Trump habe "Dienste angeboten, die über die einfache Tätigkeit als Model hinausgingen", seien nicht wahr und würden zurückgezogen, hieß es in einer Richtigstellung am Mittwoch auf der Webseite der Zeitung.

In einem Statement der Anwälte Melania Trumps hieß es, eine gemeinsame Erklärung habe der Beleidigungsklage der First Lady gegen den Verlag des Blatts ein Ende bereitet. Darin heißt es unter anderem, die Behauptungen der Zeitung seien "unwahr und verleumderisch" gewesen. Die "Financial Times" und der US-Nachrichtensender CNN berichteten, die "Daily Mail" habe sich zu einer Zahlung von knapp drei Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 2,7 Millionen Euro) verpflichtet.

Trumps Anwälte sollen in mehreren Klagen in Großbritannien und den USA zunächst ein Vielfaches davon gefordert haben. Der "Financial Times" zufolge war von bis zu 150 Millionen US-Dollar die Rede.

Zeitung entschuldigt sich für Falschberichte 

Inzwischen entschuldigte sich das Boulevardblatt für die falsche Berichterstattung. "Wir entschuldigen uns bei Mrs. Trump für jegliches Leid, das ihr unsere Veröffentlichung verursacht hat. Wir haben uns bereit erklärt, für Schäden und Kosten zu bezahlen, um die Klage von Mrs. Trump gegen uns zu einem Ende zu bringen", hieß es auf der "Daily Mail"-Webseite.

Auch die Behauptung, der spätere US-Präsident und seine Frau hätten über den Zeitpunkt ihres ersten Zusammentreffens geflunkert, seien falsch, gab das Boulevardblatt zu. Der fragliche Artikel war im August 2016 erschienen. Schon damals hatte die "Daily Mail" zugegeben, dass es keine Beweise für die Behauptungen gab.

 

(kess/dpa)
 
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