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China: Buddhistischer Mönch zündet sich selbst an

zuletzt aktualisiert: 28.02.2009 - 08:35

Peking (RPO). Aus Protest gegen die chinesische Regierung hat sich ein buddhistischer Mönch in Tibet mit Benzin übergossen und angezündet. Anschließend sei der Mönch von Sicherheitskräften angeschossen worden, erklärten die Organisationen Free Tibet und Internationale Kampagne für Tibet (ICT) am Samstag.

Der Vorfall habe sich am Freitag in der Stadt Aba in der Provinz Sichuan ereignet. Der Mönch sei nach den Schüssen mit einem Kleinbus abtransportiert worden, möglicherweise in ein Krankenhaus. Über seinen Zustand war nichts bekannt.

Knapp ein Jahr nach den Unruhen in Tibet sind die Spannungen in den von Tibetern bewohnten chinesischen Regionen offenbar deutlich gestiegen. In der vergangenen Woche gingen paramilitärische Truppen gegen Demonstranten in Lithang in der Provinz Sichuan vor. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden mehrere Menschen verletzt und mehr als 20 Demonstranten festgenommen.

Am 10. März jährt sich der Tibet-Aufstand zum 50. Mal. Im vergangenen Jahr war der Jahrestag Anlass für wochenlange Unruhen. Dabei kamen nach offiziellen Angaben 22 Menschen ums Leben. Tibetische Aktivisten schätzen jedoch, dass die Zahl der Todesopfer weit höher lag.

China besetzte Tibet im Jahr 1950. Nach einem gescheiterten Aufstand gegen die Besatzungsmacht im Jahr 1959 floh der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, nach Indien. Im September 1965 erklärte China das Himalaja-Gebiet zur Autonomen Region Tibet und setzte in der Hauptstadt Lhasa eine Regionalregierung ein.

Quelle: AP

 
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