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Côte d'Azur
Burkini-Verbot am Strand von Cannes

Burkini: Verbot von Ganzkörper-Badeanzug am Strand von Cannes
Eine Frau im Burkini am Strand von Marseille (Archivbild). FOTO: ap, BC
Nizza. Ganzkörper-Badeanzüge sind am Strand von Cannes an der Côte d'Azur nicht mehr erlaubt: Frauen dürfen dort keine Burkinis mehr tragen. Das entschied Bürgermeister David Lisnard bereits Ende Juli. Der Bann gilt noch bis Ende August.

Lisnard unterschrieb damals einen Erlass, wonach Strandkleidung die "guten Sitten" und die Trennung von Kirche und Staat (Laizität) respektieren müsse. Auch Regeln der Hygiene und der Badesicherheit seien zu beachten. Burkini-Trägerinnen am Strand droht ein Bußgeld von 38 Euro. Das Verbot gilt bis Ende August, wie die Riviera-Gemeinde am Freitag auf Anfrage mitteilte.

Ausnahmezustand nach Terroranschlag im Juli

Von Burkinis ist in der Verordnung zwar explizit keine Rede. Der Bürgermeister bestätigte in einem Interview aber, dass sein Erlass auf Burkinis abzielt. "Das ist eine Maßnahme unter vielen anderen, um die Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Ausnahmezustand (in Frankreich) und terroristischen Taten zu schützen", sagte er der Lokalausgabe der Zeitung "Nice-Matin". Der Terroranschlag in nahegelegenen Nizza hatte am 14. Juli 85 unschuldige Menschen in den Tod gerissen.

Schwimmanzüge mit integrierter Kopfbedeckung sorgen seit längerem für Wirbel in Südfrankreich. So wurde ein Burkini-Tag in einem Schwimmbad nach massiven Protesten in der Öffentlichkeit abgesagt. Eine Organisation aus Marseille, wo viele Muslime leben, hatte das Bad zunächst komplett gebucht.

(isw/dpa)
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