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Burlington
Fünf Tote bei Schießerei in Shopping-Mall

Burlington: Fünf Tote bei Schießerei in Shopping-Mall
Polizei vor der Cascade Mall in Burlington. FOTO: rtr, CLH/
Burlington. Ein Angreifer hat in einem Einkaufszentrum in den USA fünf Menschen getötet. In der Cascade Mall in Burlington im Bundesstaat Washington erschoss er am Freitagabend vier Frauen - zudem kam ein Mann in kritischem Zustand in ein Krankenhaus und erlag dort seinen Verletzungen.

"Er hat die Nacht nicht überlebt", bestätigte Polizistin Heather Axtman der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Eine weitere Person wurde US-Medien zufolge leicht verletzt. Der mutmaßliche Täter war auch nach Stunden noch auf der Flucht.

Die Polizei veröffentlichte das Foto eines jungen Mannes mit kurzen dunklen Haaren, der mit einem Gewehr bewaffnet ist. Medien aus der Region zufolge floh er zu Fuß in Richtung der Autobahn Interstate 5. Der Katastrophenschutz von Skagit County betonte, es werde nach einem einzelnen Schützen gesucht. Das Motiv des Täters und eine mögliche Verbindung zu den Opfern war zunächst offen.

Tatwaffe gefunden

Mit diesem Foto sucht die Polizei den Verdächtigen. FOTO: ap, PH

Die Behörden haben am Samstagnachmittag (MESZ) die Tatwaffe des flüchtigen mutmaßlichen Todesschützen sichergestellt. Ein Sprecher der Polizei sagte, die Waffe sei am Tatort gefunden worden. Es handele sich um eine Art Jagdgewehr. Dem bisherigen Ermittlungsstand zufolge sei der Mann zunächst unbewaffnet in das Einkaufszentrum in der Stadt Burlington hineingegangen, sagte Polizeisprecher Chris Cammock. Zehn Minuten später sei er mit einem Gewehr zurückgekehrt und habe das Feuer eröffnet. Für einen terroristischen Hintergrund gibt es dem FBI zufolge keine Anzeichen.

Das Einkaufszentrum in der Stadt rund 100 Kilometer nördlich von Seattle war den Berichten zufolge zur Tatzeit voller Menschen. Polizei und Rettungsteams waren nach dem Angriff im Großeinsatz. Das Gebäude wurde evakuiert. Die Durchsuchung des Einkaufszentrums wurde nach Mitternacht (Ortszeit) zunächst eingestellt, wie Polizeisprecher Mark Francis auf Twitter schrieb. Man habe viele verschlossene Türen und Räume öffnen müssen. Das Areal sei insgesamt rund 40.000 Quadratmeter groß.

Das FBI in Seattle teilte mit, es unterstütze die Ermittlungen. Es gebe keine Informationen, die weitere geplante Angriffe im Bundesstaat Washington nahelegten. US-Reportern zufolge waren auch Hubschrauber im Einsatz. Die Menschen wurden mit Bussen in Sicherheit gebracht - an einer Kirche konnten sie ihre Familien treffen.

Die Behörden rieten der Bevölkerung zu Hause zu bleiben. "Eine Trägodie hat Washington heute getroffen", schrieb Gouverneur Jay Inslee auf Twitter. "Mit unseren Herzen sind wir in Burlington."

In den USA sind schon mehrfach Menschen in Shoppingcentern Opfer von Gewalttätern geworden. Erst im Mai hatte ein Mann im Bundesstaat Massachusetts in einem Geschäft und einem Restaurant auf Menschen eingestochen und einen 56-Jährigen getötet.

Fahndung mit Foto

Die Polizei veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera, auf denen der Verdächtige zu sehen sein soll. Auf einem der Bilder hält er möglicherweise ein Gewehr in der Hand.

Burlington liegt 110 Kilometer nördlich von Seattle, kurz vor der kanadischen Grenze. Ein Großaufgebot der Polizei war mit Spürhunden im Einsatz, um den Verdächtigen zu finden.

(felt/csi/AFP/AP)
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