US-Bürgerrechtlerin: "Busbesetzerin" Rosa Parks ist tot
zuletzt aktualisiert: 25.10.2005 - 06:17Washington (rpo). Rosa Parks gilt als die Mutter der Protestbewegung gegen die Rassentrennung in den USA. Berühmt wurde Parks, als sie 1955 sie auf einem eigentlich für Weiße reservierten Sitz in einem Bus beharrte. Jetzt starb sie im Alter von 92 Jahren in ihrem Haus in Detroit.
Das berichteten örtliche Medien am Dienstag. Die Afroamerikanerin wurde berühmt, weil sie sich am 1. Dezember 1955 weigerte, in einem Bus in Alabama ihren Platz einem Weißen zu überlassen, obwohl damals in dem US-Bundesstaat noch die Rassentrennung galt. Ihr Protest gilt als Beginn des Protests gegen die Rassentrennung in den USA.
Parks wurde damals von der Polizei festgenommen. Der Vorfall löste eine Boykottkampagne gegen die Busgesellschaft aus; an der Spitze der Proteste stand der junge schwarze Pastor Martin Luther King. Im folgenden Jahr erklärte der Oberste Gerichtshof der USA die Rassentrennung in Alabama für illegal.
Rosa Parks wurde 1996 mit der Freiheitsmedaille, der höchsten zivilen Auszeichnung der USA, geehrt und 1999 vom "Time"-Magazin zu den 100 bedeutendsten Menschen des 20. Jahrhunderts gewählt.
Parks' Gesundheitszustand hatte sich schon in den vergangenen Jahren stark verschlechtert. Sie lebte deshalb fast völlig von der Öffentlichkeit zurückgezogen.
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