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Räumung des "Dschungels" in Calais
Menschen fallen vor den Registrierungsstellen in Ohnmacht

Räumung in Calais - Menschen fallen in Ohnmacht
Räumung in Calais - Menschen fallen in Ohnmacht FOTO: Christoph Reichwein
Calais. Die französischen Behörden haben die Räumung des Flüchtlingslagers in Calais am Dienstagmorgen fortgesetzt. Hunderte Flüchtlinge drängen sich auf engstem Raum vor den Registrierungsstellen.

Wie unser Fotograf Christoph Reichwein vor Ort berichtet, ist der Bereich, in dem sich die Menschen für die Busse zum Abtransport registrieren lassen sollen, neu geregelt worden. Allerdings ist der Bereich offenbar enger geworden. Von hinten üben heran drängende Menschen Druck auf die vorne stehenden aus. Offenbar so stark, dass einige Menschen in Ohnmacht gefallen sind. Auf engsten Raum stehen mindestens 500 Personen.

Auch Kinder stehen in den Schlangen. Zumindest ihnen hat der Polizeichef des Lagers, Patrick Visser-Bourdon, persönlich geholfen und sie zum Teil mit eigenen Händen aus der Menge gehoben. Der Mann gilt auch unter den Flüchtlingen als integer und wird respektiert.

In der Nacht habe es keine Zusammenstöße gegeben, bestätigte der Sprecher der Präfektur Pas-de-Calais am Morgen. In den Tagen zuvor war es am Rande des riesigen Flüchtlingscamps zu nächtlichen Ausschreitungen gekommen, bei denen die Polizei auch Tränengas einsetzte.

Zum Auftakt der Räumung hatten am Montag über 2000 Menschen das Camp freiwillig verlassen. Zuletzt lebten dort nach Behördenangaben etwa 6500 Menschen.

Die meisten kommen aus Ländern wie Afghanistan, Äthiopien, Eritrea und dem Sudan. Viele waren mit der Hoffnung nach Calais gekommen, den Ärmelkanal queren und Großbritannien erreichen zu können.

mit Agenturmaterial

(felt/dpa)
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