| 15.08 Uhr

In Lkw in Calais entdeckt
Migrant auf Weg nach Großbritannien zu Tode gedrückt

Paris/Kopenhagen. Ein irakischer Flüchtling, der sich offenbar über den Ärmelkanal nach Großbritannien einschmuggeln wollte, ist in einem Lastwagen tot aufgefunden worden. Nach französischen Behördenangaben wurde der 20-Jährige erdrückt.

Die Verwaltung von Pas-de-Calais teilte mit, ein ungarischer Lastwagenfahrer habe die Leiche am Dienstagmorgen entdeckt, als er seine Fracht im Hafen von Calais untersuchte.

Zwei Familienmitglieder blieben unverletzt

Nach Beamtenangaben war das Opfer mit zwei anderen Familienmitgliedern unterwegs, die unverletzt blieben. Der Iraker ist laut Verwaltung die zwölfte Person, die seit Juni beim Versuch der Ärmelkanalüberquerung gestorben ist. Tausende Migranten aus Syrien, dem Irak, Sudan, Eritrea und anderen Orten leben in dreckigen Camps um die nordfranzösische Hafenstadt Calais.

Unterdessen wurde im größten Asylzentrum Dänemarks ein Polizist mehrere Male in den Bauch gestochen. Der Beamte befinde sich nicht mehr in lebensbedrohlichem Zustand, teilte Polizeisprecher Henrik Suhr mit. Das Motiv für die Stecherei am Dienstagmorgen im Zentrum Sandholm nördlich von Kopenhagen war zunächst unklar. Laut Suhr gab es keine Festnahmen.

In der Einrichtung werden neu eingetroffene Flüchtlinge registriert. Dort sind auch Personen untergebracht, deren Asylantrag abgelehnt wurde und die auf ihre Abschiebung warten.

 

(ap)
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