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Kernkraftwerk in Cattenom
Greenpeace-Aktivisten zünden Feuerwerk auf AKW-Gelände

Greenpeace startet Feuerwerk auf AKW-Gelände in Cattenom
Greenpeace startet Feuerwerk auf AKW-Gelände in Cattenom FOTO: rtr, SAA/JS/TC
Cattenom. Greenpeace-Aktivisten sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Cattenom vorgedrungen und haben dort ein Feuerwerk gestartet. Anschließend wurden sie von der Polizei gestoppt.

Greenpeace bestätigte die Protestaktion. Gegen 5.30 Uhr hätten rund 15 Aktivisten zwei Sicherheitsschleusen überwunden und seien zu dem Gebäude gelaufen, in dem sich das Abklingbecken für Brennstäbe befinde, sagte Roger Spautz, der Atomexperte von Greenpeace Luxemburg, zu AFP. Dort hätten sie "ein Feuerwerk gezündet".

Greenpeace hatte Anfang der Woche einen Bericht vorgestellt, wonach die Abklingbecken französischer Atomkraftwerke nicht ausreichend gegen Angriffe geschützt seien. 

Der Kraftwerksbetreiber EDF erklärte, das Eindringen sei sofort vom Sicherheitspersonal bemerkt worden und die Polizei habe die Aktivisten nach wenigen Minuten abgefangen. "Die Eindringlinge sind immer außerhalb der Gebäude und außerhalb der nuklearen Zone geblieben", erklärte EDF. 

Kritik an Cattenom

Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage gehabt. Das Unternehmen verurteilte "gewaltsame Aktionen einer Bewegung, die zunehmend Gesetzeswidrigkeiten begeht" und kündigte eine Anzeige an.

Das 1986 in Betrieb genommene Atomkraftwerk Cattenom liegt in Ostfrankreich nahe der Grenze zu Deutschland. Seit Jahren fordern das Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg seine Schließung, weil sie die Anlage für ein Sicherheitsrisiko halten. 

In der Anlage kommt es immer wieder zu Pannen, die Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) zählt Cattenom zu den "größten Risiko-Akws" in Europa.

(csr/AFP/dpa)
 
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