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Verurteilter Massenmörder
Charles Manson ist tot

Charles Manson ist gestorben: Verurteilter Massenmörder wurde 83 Jahre alt
Das von der kalifornischen Gefängnisbehörde herausgegebene Foto zeigt Charles Manson im Jahr 2011. FOTO: rtr
Los Angeles. Der als mehrfacher Mörder verurteilte US-Kriminelle Charles Manson ist tot. Er starb am Sonntagabend in einem Krankenhaus in im kalifornischen Kern County eines natürlichen Todes. Der Sektenführer gilt als einer der berüchtigtsten Mörder der USA. 

Den Tod Mansons bestätigte die kalifornische Gefängnisbehörde, nachdem zuvor mehrere US-Medien darüber berichtet hatten. Manson wurde 83 Jahre alt.

Manson war vor wenigen Tagen erneut in eine Klinik eingeliefert worden. Über seinen Gesundheitszustand machten die Behörden damals keine Angaben. Bereits im Januar musste er demnach wegen schwerer Darmblutungen im Krankenhaus behandelt werden.

Manson gilt als einer der berüchtigtsten Mörder der US-Geschichte. 1969 hatte der damals 34-Jährige mehrere Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles angestiftet. Zu den insgesamt sieben Opfern zählte die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. Mit ihr wurden vier Gäste in ihrer Villa bei Los Angeles brutal ermordet. In der folgenden Nacht wüteten die Mörder im Haus der Geschäftsleute Leno und Rosemary LaBianca. 

Manson war nicht selbst am Tatort, wurde aber nach einem langen, spektakulären Mordprozess als Drahtzieher der Verbrechen verurteilt. Im Frühjahr 1971 erhielten Manson und seine engsten Anhänger die Todesstrafe. Das Strafmaß wurde später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien - in lebenslange Haft umgewandelt. Manson saß zuletzt im Staatsgefängnis von Kalifornien in Corcoran ein. Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm bereits ein Dutzend Mal verwehrt, wie die "Los Angeles Times" schrieb. Die nächste Bewährungsanhörung war für das Jahr 2027 angesetzt.

Die Polizeifotos nach Mansons Festnahme zeigten einen Mann mit einem durchdringenden Blick und wirren, dunklen Locken, der sich später ein Hakenkreuz auf die Stirn tätowieren ließ. Manson war ein Kleinkrimineller mit einem langen Vorstrafenregister, als er 1967 in San Franciscos Hippie-Szene als charismatischer Kommunenanführer Anhänger um sich scharte. Die "Manson Family" ließ sich dann in Südkalifornien nieder.

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Weibliche Mitglieder, wie seine Mitangeklagten Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten, hielten während des Prozesses loyal zu Manson, den sie als "Jesus Christus" verehrten. Erst später gingen sie auf Distanz und bedauerten ihre Taten. Atkins starb 2009 im Alter von 61 Jahren im Gefängnis an Krebs.

(das/oko/dpa)
 
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