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Nach Karikatur nackter Muslime
Ermittlungen nach neuen Todesdrohungen gegen "Charlie Hebdo"

"Charlie Hebdo": Ermittlungen nach neuen Todesdrohungen
Die "Charlie Hebdo"-Redaktion steht seit dem Terroranschlag unter besonderem Schutz. FOTO: dpa
Paris. Die französischen Behörden haben nach neuen Todesdrohungen gegen die Redaktion der Satirezeitung "Charlie Hebdo" Ermittlungen aufgenommen.

Aus Justizkreisen verlautete am Freitag in Paris, mehreren Dutzend Hasskommentaren auf der Facebook-Seite der Zeitung werde nachgegangen. Einer der Redaktionsleiter, Eric Portheault, sagte, das Blatt habe die Urheber angezeigt.

Die Kommentare beziehen sich auf Karikaturen, die "Charlie Hebdo" im Juli und August auf Facebook gepostet hat. Drohungen habe es vor allem nach einer am Dienstag veröffentlichte Zeichnung gegeben, sagt Portheault.

Facebook-Kommentar kündigte Attentat an

Sie zeigt einen bärtigen Mann und eine Frau mit Kopftuch, die nackt über einen Strand laufen. Der Titel lautet frei übersetzt: "Muslime... macht Euch frei" ("Musulmans... Dé-coin-cez-vous"). Danach habe ein Kommentator geschrieben "In 20 Tagen, Attentat."

Die Redaktion von "Charlie Hebdo" steht immer noch unter besonderem Schutz. Am 7. Januar 2015 hatten zwei Islamisten die Räume in Paris überfallen und zwölf Mitarbeiter der Zeitung getötet.

(isw/AFP)
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