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Patrick Pelloux
Weiterer Mitarbeiter von "Charlie Hebdo" verlässt Satire-Zeitung

Charlie Hebdo: Patrick Pelloux zieht sich zurück
Patrick Pelloux arbeitet ab 2016 nicht mehr für "Charlie Hebdo". FOTO: afp, ab/MS/tlr
Paris. Ein weiterer Mitarbeiter der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo", die mehrere ihrer besten Zeichner Anfang des Jahres bei einem islamistischen Attentat verlor, wird die Redaktion verlassen.

Der Notarzt Patrick Pelloux, der seit zwölf Jahren eine Kolumne bei "Charlie Hebdo" hatte, kündigte am Samstag an, sich Anfang des Jahres zurückzuziehen. "Wenn ich beschlossen habe, nicht länger für 'Charlie Hebdo' zu schreiben, dann weil etwas vorbei ist", sagte Pelloux dem Studentensender Web7Radio. Er habe "nicht länger den Mut, jede Woche weiterzumachen".

"Charlie Hebdo" - Die Opfer der Schießerei FOTO: ap

Erst am Mittwoch hatte der Zeichner Luz angekündigt, die Redaktion zu verlassen. Der 43-Jährige hatte das Titelblatt der ersten Ausgabe nach dem Anschlag gezeichnet. Die Mitarbeiterin Zineb El Rhazoui verwies am Samstag auf Spannungen innerhalb der Redaktion wegen finanzieller und redaktioneller Fragen, aber auch der Frage, wer die Entscheidungen trifft. "Es ist klar, dass die Dinge nicht gut laufen mit der Leitung", sagte El Rhazoui der Nachrichtenagentur AFP. "Patrick gehört zu den Leuten, die sie schon seit Monaten auf dem Kieker hatte."

Bei dem Angriff zweier Islamisten auf die Redaktion in der Pariser Innenstadt waren am 7. Januar zwölf Menschen getötet worden, unter ihnen mehrere bekannte Karikaturisten. Pelloux war einer der Ersten, der am Tatort eintraf. Das Attentat zog eine Reihe von Änderungen nach sich: Neue Zeichner wurden eingestellt, während mehrere altgediente Mitarbeiter die Zeitung verließen. "Ich denke, ich gebe dieser Zeitung nichts mehr. Ich werde sie ohne Pauken und Trompeten verlassen", sagte Pelloux Web7Radio.

Weitere Informationen zu "Charlie Hebdo" in unserem Dossier.

(AFP)
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