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Angriff im Wald
Chase Dellwo besiegt Grizzly mit Großmutter-Trick

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Great Falls. Der 26-jährige Chase Dellwo war im US-Staat Montana auf der Elch-Jagd, als er überraschend auf den Grizzly stieß. Dann ging alles ganz schnell. Der Koloss zog ihm die Beine weg, brüllte und versuchte, ihn in den Kopf zu beißen. Da erinnerte sich Dellwo an einen guten Tipp seiner Großmutter. 

Eine Grizzlybär-Attacke ist für einen Mann im US-Staat Montana dank eines großmütterlichen Ratschlags relativ glimpflich ausgegangen. Dem angreifenden Tier schob Chase Dellwo seinen Arm in den Rachen, woraufhin es von ihm abließ, berichtete die Zeitung "Great Falls Tribune".

Demnach machte der 26-jährige Bogenschütze am vergangenen Samstag mit seinem Bruder einen Jagdausflug nordwestlich der Stadt Choteau, als er sich unvermittelt mit einem Grizzlybären mit einem Gewicht von bis zu 180 Kilogramm konfrontiert sah.

Dellwo war zuvor einen Bach entlang gelaufen, um eine Herde Elche auf einen Bergkamm zu treiben, auf dem sein Bruder wartete. Allerdings bemerkte er erst, dass er dabei einem Grizzlybären gefährlich kam, als das Tier nur noch einen Meter von ihm entfernt war. Der Bär habe geschlafen und ihn daher selbst nicht kommen sehen, sagte Dellow.

Dann wachte der Grizzly aber auf. Er habe nur noch kurz Zeit gehabt, ein paar Schritte zurückzugehen, ehe der Bär ihm die Beine weggezogen und ihm in den Kopf gebissen habe, berichtete Dellow. "Er ließ dann ab, aber war immer noch über mir und ließ das lauteste Brüllen los, das ich je gehört habe." Dann habe der Bär erneut zugebissen, diesmal in Dellwos Beine und ihn durch die Luft gewirbelt. Als er wieder auf ihn losgehen wollte, hatte Dellwo einen Geistesblitz.

"Ich erinnerte mich an einen Artikel, den mir meine Großmutter vor langer Zeit gab. Darin hieß es, große Tiere hätten schlechte Würgereflexe", sagte Dellwo. "Also rammte ich meinen rechten Arm in seinen Rachen."

Der Tipp zeigte tatsächlich Wirkung, und der Bär machte sich davon.

Dellwo fand seinen Bruder, der ihn in ein Krankenhaus brachte. Dort wurde seine Wunden an Kopf und Gesicht mit Heftklammern genäht, ein geschwollenes Auge und tiefe Wunden am Bein trug er zudem davon.
Dem Grizzlybär ist Dellwo aber nicht böse. "Ich will, dass jeder weiß, dass der Bär nicht schuld war. Er war genauso verängstigt wie ich."

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(ap)
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