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Wegen Verletzung von Regeln bestraft
Chelsea Manning entgeht Einzelhaft

Chelsea Manning entgeht Einzelhaft
Chelsea Manning lebte früher als Mann unter dem Namen Bradley. FOTO: ap
Wichita. Die verurteilte Whistleblowerin Chelsea Manning ist der Verletzung von Gefängnisregeln für schuldig befunden worden, jedoch der Einzelhaft entgangen.

Dafür sei sie mit dreiwöchigen Freizeitbeschränkungen belegt worden, teilte ihr Anwalt Chase Strangio mit. Manning war unter anderem der unerlaubte Besitz einer Ausgabe des Magazins "Vanity Fair" mit Caitlyn Jenner auf dem Cover sowie einer abgelaufenen Zahnpastatube vorgeworfen worden.

Bei einer Anhörung vom Dienstag wurde sie neben dem Besitz verbotenen Materials auch Respektlosigkeit und ungebührliches Verhalten für schuldig befunden. Zu den gegen Manning verhängten Beschränkungen zählen begrenzter Zugang zum Fitnessstudio, der Bücherei und dem Außenbereich der Militärhaftanstalt. Wegen der Verstöße hatte ihr unbefristete Isolationshaft gedroht.

Die Ex-Geheimdienst-Analystin hieß vor ihrer Geschlechtsumwandlung Bradley Manning und wurde 2013 wegen Spionage und anderer Vergehen zu 35 Jahren Haft verurteilt, weil sie während ihrer Zeit im Irak mehr als 700.000 Geheimdienstunterlagen an Wikileaks weitergegeben hatte.
Ihre Haftstrafe verbüßt sie im Militärgefängnis Fort Leavenworth im US-Staat Kansas.

(ap)
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