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Nach Überschwemmung in Chile
Chile: Zehntausende ohne Wasser und Strom

Überschwemmung: Notstand nach heftigen Regenfällen ausgerufen
Überschwemmung: Notstand nach heftigen Regenfällen ausgerufen FOTO: dpa, mr at cs
Santiago. Nach Überschwemmungen durch heftige Regenfälle hat die Regierung in Chile den Notstand für die Atacama-Wüstenregion ausgerufen. Rund 600 Menschen sind von den Unwettern betroffen, wie die Behörden mitteilten. Örtlichen Medienberichten zufolge kamen in der Küstenstadt Chanaral zwei Menschen um. Vielerorts fiel der Strom aus.

Über die sonst staubtrockene Region waren am Dienstag ungewöhnlich starke Gewitter und gewaltige Regenfälle hereingebrochen. Der Copiapó-Fluss trat über die Ufer. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie die schlammige Wassermassen ein Krankenhaus in der Stadt Copiapó erreichten.

Am Flussufer lebende Anwohner würden per Helikopter in Sicherheit gebracht, da Straßen durch Wassermassen und Schlamm blockiert seien, sagte Vizeinnenminister Mahmud Aleuy. Trotz der Erdrutschgefahr hätten sich allerdings einige Bewohner geweigert, ihre Häuser zu verlassen.

Weiter starker Regen erwartet

Durch den Notstand gehe die Sicherheitsverantwortung für die Region auf die Streitkräfte über, sagte Innenminister Rodrigo Penailillo. Ziel sei es, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Zudem soll durch den Notstand der Rettungseinsatz für die betroffenen Bewohner beschleunigt werden.

Penailillo sprach von einer anhaltend komplexen Wetterlage. Für die nächsten Stunden werde mit weiterem Starkregen gerechnet. Er rief die Bewohner der Atacama-Region auf, in sicherere Gegenden zu flüchten.
Präsidentin Michelle Bachelet verschaffte sich am Abend vor Ort ein Bild von der Lage.

(ap)
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