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erdbeben china hilfe transporter panorama AFP 2008-0514
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Neue Opferzahlen nach Erdbeben: China meldet 15.000 Tote und 30.000 Vermisste

zuletzt aktualisiert: 14.05.2008 - 14:46

Dujiangyan/China (RPO). Nach dem verheerenden Erdbeben in China steigt die Zahl der Opfer weiter an. Die Behörden meldeten am Mittwoch knapp 15.000 Tote. Bis zu 26.000 Menschen sind noch verschüttet. Weitere 14.000 Menschen gelten als vermisst.

Bisher seien 14.866 Todesopfer gezählt worden, teilte die Regierung am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Peking mit. Im Gegensatz zu der offiziellen Regierungsbilanz sprechen Rettungskräfte vor Ort von deutlich mehr Opfern. Nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua sind noch immer 26.000 Menschen in den Trümmern eingestürzter Gebäude gefangen. Weitere 14.000 Menschen gelten als vermisst. Insgesamt könnten somit mehr als 40.000 Menschen getötet worden sein. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist damit zwei Tage nach dem Beben der Stärke 7,9 immer noch ungewiss.

Experten waren davon ausgegangen, dass die Opferzahlen im Lauf der Rettungsarbeiten weiter ansteigen würden. Die Rettungskräfte befinden sich in einem Wettlauf gegen die Zeit. Je länger die Verschütteten unter Trümmern ausharren, desto geringer sind ihre Überlebenschancen. Teile des Katastrophengebiets sind für die Helfer nur schwer zugängig. Erste Hilfslieferungen aus der Luft begannen nach einer Wetterbesserung am Mittwoch.

Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben sind am Mittwoch erstmals Armeehubschrauber mit Hilfslieferungen zu den am schwersten betroffenen Ortschaften geflogen. Soldaten setzten im Katastrophengebiet die Suche nach Verschütteten fort.

Allein in der Stadt Yingxiu im Kreis Wenchuan kamen nach jüngsten Berichten 7.700 der 10.000 Bewohner ums Leben. Die Stadt liegt in der Nähe des Epizentrums. Bislang hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 15.000 angegeben. Doch das wahre Ausmaß der Katastrophe scheint noch immer nicht absehbar: Die Opferzahlen könnten noch deutlich steigen, wenn mehr Verschüttete aus den Trümmern geborgen werden. Darüber hinaus konnten die Rettungskräfte in viele Ortschaften in Wenchuan noch gar nicht vordringen.

Schlechtes Wetter und heftige Regenfälle hatten Hilfseinsätze aus der Luft zunächst unmöglich gemacht. Erst am Mittwoch flogen fünf Hubschrauber der Streitkräfte Wasser, Lebensmittel und Medikamente in die Stadt Yingxiu. Über 1000 Menschen in der Stadt sollen schwer verletzt sein. Sie bräuchten um jeden Preis medizinische Hilfe, Essen und Wasser, berichtete Xinhua. Zuvor hatten sich Soldaten zu Fuß einen Weg ins Krisengebiet gebahnt. Die Regierung in Peking hat bis zu 50.000 Soldaten für den Hilfseinsatz mobilisiert.

Das Beben der Stärke 7,9 richtete am Montag in ganz Zentralchina schwere Schäden an. Am schwersten betroffen ist die Provinz Sichuan. Allein aus der Stadt Mianyang nahe des Epizentrums gab es Berichte über mehr als 3600 Tote und knapp 19.000 Vermisste. Nach Behördenangaben könnten die Rettungsarbeiten eine Woche dauern. Immer wieder wurde die Region von starken Nachbeben erschüttert.

Zehntausende Menschen, die durch das Beben das Dach über dem Kopf verloren haben, verbrachten die Nacht zum Mittwoch erneut im Freien.

Quelle: ap

 
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