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Antwort auf Gräuel-Video
Christen bieten IS-Mördern Vergebung per Video an

Christen bieten IS-Terroristen Vergebung per Video an
Das "International Christian Concern" antwortet per Video auf das IS-Video: "Ein Brief von der Nation des Kreuzes an Isis“ FOTO: Youtube Sceenshot International Christian Concern
Washington. Bislang sorgten die Videos des Islamischen Staates (IS) für Aufsehen und Entsetzen in der Welt. Mit den gezeigten Hinrichtungen und Aufrufen zum Übertritt zum Islam richteten sie sich gezielt an Christen. Nun antwortet zum ersten Mal eine christliche Organisation mit einem eigenen Video.

In diesem Video reicht das christliche Hilfswerk "International Christian Concern" den IS-Kämpfern überraschend die Hand, bietet ihnen sogar die Vergebung des christlichen Gottes an.

In ihrem vierminütigen "Brief vom Volk des Kreuzes" wenden sich die Macher direkt an IS-Anhänger: "Eure apokalyptischen Träume und spektakulären Sünden erschüttern derzeit den Nahen Osten. Aber das Volk des Kreuzes versammelt sich an euren Toren mit einer Botschaft: Die Liebe wird euch nachgehen. Eine Armee wird kommen, ohne Panzer und Soldaten. Es wird eine Armee von Märtyrern sein, die treu bis in den Tod ist und eine Botschaft des Lebens mit sich trägt. Ihr sterbt für Euren Gott, unser Gott starb für uns."

 

Who Would Dare to Love ISIS? (A Letter from the People of the Cross) by Mighty. http://ow.ly/LRLkK

Posted by International Christian Concern on Sonntag, 19. April 2015

 

Zuvor hatte die Terrormiliz ein Video ins Internet gestellt, das die Enthauptung und Erschießung von äthiopischen Christen in Libyen zeigen soll. Die etwa fünfminütige Szene ist Teil eines halbstündigen Videos, das am Sonntag im Internet auftauchte.

Sie hat den Titel: "Die Anbeter des Kreuzes, die zur feindlichen äthiopischen Kirche gehören". Noch am gleichen Tag veröffentlichte das ICC die Antwort. Das Video wurde mittlerweile bei Facebook schon über 1,5 Millionen mal geteilt.

Die Organisation "International Christian Concern"hat ihren Sitz in Washington und kümmert sich nach einigen Angaben um verfolgte Christen in aller Welt. Die Organisation wurde 2005 gegründet. Derzeit ist Jeff King ihr Präsident.

King arbeitete zuvor für konservativ-evangelikane Gruppe "Campus Crusade for Christ". Die Gruppe ist in den USA mit mehreren Tausend "Missionaren" an Universitäten aktiv. Sie versucht Studenten für ein Leben nach christlichen Wertvorstellungen zu gewinnen.

(RPO)
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