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Francesco Schettino
Ex-Kapitän der "Costa Concordia" muss ins Gefängnis

"Costa Concordia": Ex-Kapitän muss ins Gefängnis
Francesco Schettino auf einem Archivbild. FOTO: rtr, MR/KR/DN
Rom. Mehr als fünf Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" muss dessen Ex-Kapitän ins Gefängnis. Die Richter des Kassationsgerichts in Rom bestätigten am Freitag das Urteil – es sieht 16 Jahre Haft für Francesco Schettino vor.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Francesco Schettino hatte das Schiff mit mehr als 4000 Passagieren im Januar 2012 zu nah an eine Insel gesteuert – unter den Todesopfern waren 12 Deutsche.

Das Urteil dürfte bei den Opfern für Erleichterung sorgen. "Die Opfer wollen endlich abschließen", hatte der Marler Rechtsanwalt Hans Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Rom am Freitag gesagt.

"Diesen Fall wird niemand vergessen." Der Name Schettino sei in den Köpfen der Menschen untrennbar mit den Bildern des Untergangs des Schiffes verknüpft. Reinhardt hatte in dem Fall mehr als 30 Mandanten vertreten. Noch immer laufen Zivil- und Schadensersatzprozesse.

Im Februar 2015 war Schettino wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte mit einem Plädoyer für 26 Jahre Haft eine deutlich höhere Strafe für Schettino gefordert, der nach dem Unglück in einem Rettungsboot die "Costa Concordia" verlassen hatte, obwohl noch Menschen an Bord waren.

Nachdem Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt hatten, kam der Fall im Mai 2016 vor das Berufungsgericht in Florenz. Die Richter bestätigten das Urteil. Doch Schettino - der stets seine Unschuld beteuert hatte - zog in eine weitere Instanz - und auch die Staatsanwaltschaft legte erneut Berufung ein.

Mit der Entscheidung der Kassationsrichter ist das Urteil gegen Schettino rechtskräftig. Schettino war bei der Verhandlung am Freitag nicht anwesend.

(isw/dpa)
 
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