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Dänemark
Heiße Spur nach tödlichem Betonklotzwurf

Dänemark: Heiße Spur nach tödlichem Betonklotzwurf
Dieser 30 Kilo schwere Stein traf das Auto einer Familie aus Recklinghausen, die auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub war. FOTO: dpa, sab kde fpt
Odense. Im Fall des tödlichen Betonklotzwurfs auf eine Deutsche von einer Autobahnbrücke in Dänemark hat die Polizei möglicherweise einen Verdächtigen oder wichtigen Zeugen gefunden.

Am Montag veröffentlichten die Ermittler ein Überwachungsvideo von einer Tankstelle nahe des Tatorts auf der Insel Fünen, auf dem ein Jugendlicher in einem Kapuzenpullover zu sehen war. Kurz darauf meldete sich ein Mann bei der Polizei und erklärte, die Aufzeichnungen zeigten seinen 15-jährigen Sohn.

"Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, ob der Mann auf dem Bild der Täter ist", sagte Ermittlungsleiter Michael Lichtenstein am Montag laut einer Mitteilung. "Wir sehen ihn als wichtigen Zeugen und wollen nun hören, was er in der betreffenden Nacht gesehen hat." Mehrere Personen hätten den jungen Mann in der Tatnacht in der Nähe gesehen. Es gebe nach jetzigen Erkenntnissen keine Verbindung zu dem Volvo, nach dem die Polizei im Zusammenhang mit dem Betonklotzwurf fahndet.

Den 30 Kilo schweren Stein hatten Unbekannte im August von einer Brücke auf die Autobahn bei Odense geschleudert. Er traf das Auto einer Familie aus Recklinghausen, die auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub gewesen war. Eine 33-Jährige starb sofort, ihr 36-jähriger Ehemann wurde schwer verletzt. Der fünf Jahre alte Sohn des Paars blieb nahezu unverletzt. Nach den Betonklotzwerfern sucht die Polizei seitdem.

(gol/dpa)
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