kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Abgeordnete für härteren Kurs gegen Piraterie: "Das Mandat erlaubt mehr als Schüsse vor den Bug"

zuletzt aktualisiert: 16.04.2009 - 06:27

Stuttgart (RPO). Während die Bundesregierung an ihrer Strategie gegen die Piraterie am Horn von Afrika festhalten will, werden in beiden Koalitionsfraktionen Forderungen nach einem härteren Vorgehen im Kampf gegen die Seeräuberei erhoben. "Das Mandat erlaubt mehr als nur Schüsse vor den Bug", sagte der SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold der "Stuttgarter Zeitung".

"Um die Seeräuberei auszutrocknen, müssten die Mutterschiffe der Piraten auf See und deren Stützpunkte und Häfen in Somalia zerstört werden", erklärte der CDU-Militärpolitiker Ernst-Reinhard Beck, der zugleich Vorsitzender des Reservistenverbandes in Deutschland ist.

Beck mahnte in der Zeitung darüber hinaus eine gemeinsame Strategie für alle Nationen an, die Schiffe in das Krisengebiet am Golf von Aden entsandt hätten. "Wenn mehr als vierzig Kriegsschiffe in diesem Gebiet sind, wundert es mich schon, dass es keine koordinierte Strategie gibt."

Übereinstimmend warnen sowohl Arnold als auch Beck davor, dass die Nato ihren Flottenverband Ende April aus dem Seegebiet vor der somalischen Küste abzieht. "Die NATO darf ihre Schiffe nicht wie geplant Ende April abziehen, damit sie anschließend an einem Routinemanöver vor der Küste Australiens teilnehmen können", sagte Arnold. Dies sei angesichts der immer schneller und brutaler agierenden Seeräuber nicht vertretbar. Nach den Worten Becks ist "in den vergangenen drei Monaten eine Eskalationsstufe erreicht worden, die es der Nato nicht erlaubt, ihre Präsenz zu verringern".

Der Unions-Fraktionsvize Andreas Schockenhoff (CDU) sagte der "Berliner Zeitung", die Klagen zeigten, dass es "eine Lücke im System" gebe. Die Frage der Zuständigkeit müsse grundsätzlich geklärt werden. Nötig sei ein internationaler Gerichtshof für Piraten.

Auch der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin sagte der Zeitung, das Hauptproblem sei das Fehlen eines internationalen Piraten-Gerichtshofs. Er forderte, den ersten Piraten-Prozess in Kenia, der am kommenden Mittwoch beginnt, genau zu beobachten. Daraus könnten Schlüsse gezogen werden, ob künftig mit Kenia zusammengearbeitet werden könne.

Clinton will Vermögen "einfrieren"

Die US-Regierung nimmt im Kampf gegen Piraten unterdessen deren Finanzguthaben ins Visier. US-Außenministerin Hillary Clinton kündigte in Washington an, die Vermögen von Piraten "aufzuspüren und einzufrieren". Unter anderem sollten Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden, die den Piraten Boote und andere Ausrüstung verkauften. Ihr Land werde außerdem international darauf drängen, "dass Piraten verfolgt und eingesperrt werden", sagte Clinton.

Die Ministerin verglich das geplante Vorgehen gegen die Finanzen von Piraten mit dem gegen islamische Extremisten. "Wir frieren die Guthaben von vielen staatenlosen Gruppen ein", sagte sie. "Wir stellen fest, dass Piraten immer ausgefeiltere Ausrüstung und immer schnellere Boote kauften." Dafür seien Finanztransfers nötig, die es zu unterbrechen gelte.

Am Dienstag hatten Piraten vor der Küste von Somalia erneut ein US-Schiff angegriffen, konnten aber mit Hilfe der US-Marine zurückgeschlagen werden. Erst am Wochenende hatte die Marine einen US-Kapitän aus den Händen von Piraten befreit. US-Scharfschützen erschossen dabei drei Seeräuber im Alter zwischen 17 und 19 Jahren.

Quelle: DDP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gab es illegalen Handel mit Rezeptdaten?

Großer Datenskandal droht

Gab es illegalen Handel mit Rezeptdaten?

Laut einem Medienbericht  besteht gegen mehrere deutsche Rechenzentren der Verdacht auf illegalen Handel mit Apüotheken-Daten. mehr 

Jetzt droht in Deutschland Glatteis

Temperaturen steigen langsam

Jetzt droht in Deutschland Glatteis

Schmuddelwetter und glatte Straßen statt Dauerfrost mit zweistelligen Minusgraden: Von Montag an taut Deutschland auf. mehr 

mehr Panorama
Aus der Region
Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Gefallener Stern: Whitney Houston ist tot

Die Sängerin starb im Alter von nur 48 Jahren. Sie wurde in einem Hotel in Beverly Hills gefunden. Houston hatte lange mit Rauschgift- und ... mehr 

Tragödie in Russland

Vier junge Mädchen sterben bei Hausbrand

Bei einem Hausbrand in Russland sind vier junge Schwestern im Alter von zwei Monaten bis sieben Jahren ums Leben gekommen. Der Ofen in dem Haus sei nicht vorschriftsmäßig gesichert worden und umgekippt, teilte das Zivilschutzministerium mit. mehr

 
 

Vor 25 Jahren als Baby entführt

Geraubte Tochter erkennt sich im Internet

 

Erneut Touristen verschleppt

Drei Südkoreaner in Ägypten entführt

 

"USS Gabrielle Giffords"

US-Kriegsschiff nach Giffords benannt

 
Top-Services