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Großbritannien: Daten von 55.000 Soldaten geklaut

zuletzt aktualisiert: 28.09.2008 - 13:16

London (RPO). Erneute Datenpanne in Großbritannien: Unbekannte stahlen den staatlichen Streitkräften drei Festplatten mit Daten von mehr als 50.000 Mitarbeitern. Bereits am Donnerstag war eine CD verloren gegangen, die vertrauliche Informationen über mehr als 11.000 Lehrer enthält.

Ein irakischer Geheimdienstoffizier wurde getötet. Foto: AFP, AFP

Die Datenträger, die die Daten der Soldaten enthalten, seien seit dem 17. September verschwunden, hieß es am Freitag. Zuvor seien sie in einem gesicherten Bereich in einem Stützpunkt im Westen Englands aufbewahrt worden. Wer die Daten gestohlen hat, ist noch unklar.

Erst am Donnerstag war bekanntgeworden, dass bei einer britischen Lehrerorganisation eine CD mit den Daten von mehr als 11.000 Lehrern verloren gegangen ist. Die CD sei offenbar verlegt worden, erklärte der Allgemeine Lehrerrat. Die Daten seien aber verschlüsselt, Angaben über Finanzen seien nicht gespeichert worden.

In Großbritannien sind in der vergangenen Zeit häufiger Daten in die Öffentlichkeit geraten, weil sie nicht genug gesichert waren. Betroffen davon waren Millionen Menschen. Darunter waren auch Daten von medizinischen Einrichtungen, Gefängnissen und den Streitkräften.

Zuletzt war die Insolvenzbehörde betroffen, der ein Laptop mit persönlichen Daten von 122 früheren Direktoren abhandenkam. Im August wurde ein Computer mit Kontodaten und Passwörtern von über einer Million britischer Bankkunden beim Onlineauktionshaus eBay für 35 Pfund versteigert. Auch die Telefonnummern und Unterschriftsproben der Kunden waren in dem Datensatz enthalten. Kurz zuvor wurde bekannt, dass ein Dienstleister des Innenministeriums einen Speicherstick mit den Daten aller 84.000 Häftlinge in England und Wales und den Informationen zu 33.000 Wiederholungstätern verlegt hatte.

Im Juni wurden vertrauliche Regierungsdaten in Nahverkehrszügen liegengelassen. Im Januar wurde ein PC der Streitkräfte mit Daten über 600.000 Rekruten gestohlen, im November waren Daten von 25 Millionen Steuerzahlern verloren gegangen.

Quelle: ap

 
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