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Ex-Todeskandidatin
Debra Milke: Hatte nichts mit Mord an meinem Sohn zu tun

Debra Milke äußert sich öffentlich zu dem Fall
Debra Milke ist frei. FOTO: ap
Phoenix. Nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit um die ehemalige US-Todeskandidatin Debra Milke hat sich die gebürtige Berlinerin öffentlich zu dem Fall geäußert.

"Ich hatte absolut nichts mit dem brutalen Mord meines Sohnes Christopher zu tun", sagte Milke am Dienstag in Phoenix. "Ein Kind durch einen Mord zu verlieren, ist eine schreckliche Tragödie mit unbeschreiblichem Leid, das keinen Eltern jemals widerfahren sollte", sagte Milke, die immer wieder Tränen unterdrücken musste. "Es ist die größte überhaupt vorstellbare Form von Schmerz, der die Seele verbrennt." Einzig die Anschuldigung, eines solchen Mordes beschuldigt zu werden, sei gleichermaßen schlimm.

Milke dankte ihren Rechtsanwälten, die jahrelang für die Freilassung der insgesamt 24 Jahre - davon 22 Jahre im Todestrakt - inhaftierten Milke gekämpft hatten. Vor zwei Jahren war sie gegen Auflagen aus dem Gefängnis freigekommen. Am Montag entschied ein Gericht schließlich, das Verfahren wegen der Ermordung ihres kleinen Sohnes endgültig einzustellen.

(dpa)
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