Der mutmßaliche NS-Verbrecher John Demjanjuk ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Diese Aufnahme des US Department of Justice zeigt einen Teil seines Dienstausweises. Von Bedeutung ist die vierte Zeile von unten: Dort steht: "Abkommandiert am 27.3.1943 zu Sobobor" - einem Vernichtungslager in Polen.
Demjanjuk versuchte mit Hilfe von Angehörigen immer wieder, sich seiner Abschiebung nach Deutschland zu entziehen. Bis Mitte Mai. Dann holte ihn ein Krankenwagen von seinem Haus in Cleveland ab. Die USA wollten den mutmaßlichen NS-Verbrecher schon lange loswerden.
Ein Ambulanzflugzeug brachte den 89-Jährigen nach München.
Demjanjuk ist nach Darstellung seiner Angehörigen schwer krank. Diese Aufnahme zeigt ihn beim Transport in München. Allerdings gibt es Zweifel an dieser Darstellung. Filmaufnahmen hatten den gebürtigen Ukrainer wenige Wochen vor seiner Auslieferung in deutlich besserer Verfassung gezeigt.
Diese Aufnahme aus dem Jahr 1992 zeigt John Demjanjuk lachend nach seinem Freispruch vor Israels Oberstem Gerichtshof im Jerusalem. Er war dort irrtümlich als "Iwan, der Schreckliche" angeklagt, einem
Als aber die historischen Archive der Sowjetunion geöffnet wurden, erwies sich die Anklage als großes Missverständnis. Demjanjuk kam frei, flog 1993 zurück in seine Wahlheimat USA.
Doch neue Vorwürfe wurden laut. Nach monatelangem juristischem Tauziehen muss sich Demjanjuk (hier im Jahre 2005 in Cleveland) erneut vor Gericht verantworten.