Frau drohte die Todesstrafe: Deutsche Drogenkonsumentin in Singapur freigelassen
zuletzt aktualisiert: 15.07.2005 - 08:05Singapur (rpo). Wegen Guter Führung ist die wegen Drogendelikten in Singapur zu fünf Jahren Haft verurteilte Deutsche Julia Suzanne Bohl ist am Freitag freigelassen worden. Ein Drittel ihrer Strafe wurde ihr erlassen. Bohl war zunächst von der Todesstrafe bedroht gewesen.
Bohl war im Juni 2002 des Konsums von Ketaminen, des Besitzes von Marihuana und anderer Rauschmittel sowie des Bereitstellens ihrer Wohnung für den Drogenhandel schuldig gesprochen. Nur knapp war sie damals der Todesstrafe entkommen, die für derartige Delikte in Singapur verhängt wird.
Die junge Frau erklärte vor Gericht, ihr Verhalten zutiefst zu bereuen, "vor allem, weil ich Gast in diesem Land bin". Bohl wurde in den Niederlanden geboren und wuchs in Karlsruhe auf. Es war am Freitag zunächst nicht klar, ob sie in Singapur bleiben wollte.
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