Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Urteil in den Niederlanden: Deutsche dürfen bald kein Cannabis mehr kaufen

zuletzt aktualisiert: 27.04.2012 - 14:12

Berlin (RPO). Die Einführung eines sogenannten Cannabis-Ausweises in den Niederlanden ist rechtens. Ein Gericht in Den Haag bestätigte am Freitag ein damit verbundenes Verbot des Verkaufs von Cannabis an Ausländer.

Der Cannabis-Ausweis, den nur volljährige Niederländer erwerben können, kann somit in den Provinzen Zeeland, Nord-Brabant und Limburg am 1. Mai eingeführt werden. Limburg liegt direkt an der Grenze zu Deutschland.

Im kommenden Jahr soll die Gesetzgebung in den gesamten Niederlanden gelten. Die Regierung in Den Haag will mit dem Verbot den sogenannten Drogentourismus eindämmen. Auch aus Deutschland fahren Konsumenten in grenznahe Coffeeshops, um dort Marihuana-Produkte einzukaufen.

In dem am Freitag veröffentlichten Urteil hieß es, das Gericht stimme der Einschätzung der Regierung zu, dass der Kampf gegen Drogenhandel und die damit einhergehende Kriminalität das Verbot rechtfertige. Jedoch rechnen Städte wie Amsterdam, in der das Verbot noch eingeführt werden soll, mit erheblichen Nachteilen für den Tourismus. Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan, sagte es müsse ein Kompromiss gefunden werden.

Einbrüche von Coffeeshop-Betreibern befürchtet

Das Gesetz wird auch von Besitzern und Betreibern von Coffeeshops kritisiert, die umfangreiche Einbußen befürchten. Anwalt Maurice Veldman, der zusammen mit einem Team die Interessen der Betreiber vertritt, sagte, das Urteil vom Freitag, sei politisch motiviert. "Der Richter hat die wichtigste Frage nicht beantwortet: Können Ausländer in einer Frage der öffentlichen Ordnung diskriminiert werden?", sagte Veldman. Er wolle Einspruch gegen das Urteil einreichen.

Besitzer von Coffeeshops in Maastricht, unweit der Grenze zu Deutschland kündigten an, das Verbot zu missachten, um die Regierung in Den Haag zu zwingen, einen Präzedenzfall gegen einen von ihnen anzustrengen. Auch die Städte Tillburg und Breda kritisierten die Einführung des Verbots. Eindhoven und Dordrecht wollten sich der Initiative vorab anschließen, um einen Ansturm ausländischer Konsumenten zu verhindern.

Quelle: APD
Mehr zu den Themen dieses Artikels

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung. Beachten Sie
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Kardinal Meisner fordert Frauen zum Kinderkriegen auf

Kritik an Kanzlerin Merkel

Kardinal Meisner fordert Frauen zum Kinderkriegen auf

Der Kölner Kardinal Meisner fordert, Frauen müssten "öffentlich ermutigt werden, zuhause zu ... mehr 

Klage von Bettina Wulff wird wohl im Herbst verhandelt

Ex-First-Lady geht gegen Google vor

Klage von Bettina Wulff wird wohl im Herbst verhandelt

Die Klage von Ex-First-Lady Bettina Wulff gegen den Internet-Konzern Google wird voraussichtlich im Herbst vor Gericht kommen. Vergangene Wo ... mehr 

Videos

Video

Vorgestellt: Nashorn Kibibi aus dem Krefelder Zoo

Kibibi ist zwei Jahre alt und lebt im Krefelder Zoo. Doch lange kann sie dort nicht mehr bleiben, denn ihre Mutter ist erneut schwanger. ... mehr 

Gulag-Museum in Kasachstan erweckt die Vergangenheit zum Leben

Museumsmitarbeiter spielen für eine Nacht Szenen aus dem Gefangenenlager Karlag nach. mehr 

Nelson Mandela

Der unwürdige Kampf um das Erbe

Nelson Mandela von seinen Töchtern verklagt

Wenige Wochen vor seinem 95. Geburtstag ist Nelson Mandela mit Klagen seiner Töchter konfrontiert. Sie möchten an das Familienvermögen. Die Ausnutzung des Namens Mandela hat Tradition - interessiert sind Politiker ebenso wie die Familie. mehr

 

Schreckensfund bei Utrecht

Passant findet zwei Leichen im Graben

 

Polizei setzt Tränengas und Gummigeschosse ein

Textilarbeiter demonstrieren in Bangladesch

 
 

Familiendrama in Frankreich

Vater schneidet Kindern die Kehle durch

 
Top-Services
 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE