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Eine Tote durch Anschlag: Deutscher bei Bombenexplosion in Kairo verletzt

zuletzt aktualisiert: 22.02.2009 - 19:12

Kairo/Berlin (RPO). Bei einem Bombenanschlag in Kairo ist eine Französin getötet worden. Mehr als 20 weitere Menschen, darunter ein Deutscher, erlitten Verlertzungen. Eine zweite Explosion konnte verhindert werden.

Nach Angaben der ägyptischen Sicherheitskräfte wurden mehr als 20 Menschen verletzt, unter ihnen 15 Franzosen und ein Deutscher. Der Mann sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Zur Art der Verletzung konnte sie keine Angaben machen. Bislang ist unbekannt, ob es sich bei dem Verletzten um einen Touristen handelt.

Der Anschlag ereignete sich nahe einem Café am Rande des Chan-el-Chalili-Basars, der täglich von tausenden Touristen besucht wird. Laut Polizei erlag die französische Touristin im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die ägyptischen Sicherheitskräfte sprachen am späten Abend von 22 Verletzten, unter ihnen 15 Franzosen, ein Deutscher, drei Saudiaraber sowie drei Ägypter. Drei Franzosen seien schwer verletzt.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, dass ein Deutscher bei dem Anschlag leicht verletzt wurde. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. In den vergangenen Jahren hatten die Islamistengruppe Dschamaa Islamija und die Gruppe Tauhid wal Dschihad mehrere folgenschwere Anschläge in Ägypten verübt.

Die ägyptische Nachrichtenagentur Mena zitierte Sicherheitskräfte, wonach eine Granate in einem Plastiksack unter einer Bank auf dem Platz vor der El-Hussein-Moschee deponiert worden war. Sie explodierte demnach gegen 18.50 Uhr Ortszeit. Zuvor hatte die Polizei Berichte von Augenzeugen bestätigt, wonach zwei Sprengsätze von einem Dach heruntergeworfen worden seien.

Trotz starker Sicherheitsvorkehrungen gab es in Ägypten in den vergangenen Jahren wiederholt Anschläge auf ausländische Touristen. Im April 2005 wurde ebenfalls auf den Chan-el-Chalili-Basar ein Attentat verübt, bei dem drei Touristen starben. Zuletzt war im April 2006 ein Anschlag verübt worden, der auch westliche Touristen traf: Bei dem Attentat im Badeort Dahab auf der Sinai-Halbinsel wurden damals 20 Menschen getötet, unter ihnen sechs Ausländer.

Im September 1997 starben bei einem Anschlag auf einen Touristenbus vor einem Museum in Kairo neun Deutsche. Der folgenschwerste Anschlag auf ausländische Touristen in Ägypten ereignete sich zwei Monate später: In Luxor wurden am 17. November jenes Jahres 62 Menschen getötet, unter ihnen 58 Touristen, die überwiegend aus der Schweiz und Japan stammten.

Quelle: AP

 
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