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Kuba-Spezial
Die größte Insel der Karibik hat viele Gesichter

Kuba-Spezial: Die größte Insel der Karibik hat viele Gesichter
Kuba: Die größte Insel der Karibik hat viele Gesichter. FOTO: Werner Gabriel
Havanna. Auf dem Land pflügen die Bauern mit Ochsengespannen, und Pferdefuhrwerke prägen das Straßenbild. In den Städten steht die Jugend Schlange vor Internet-Cafes und trägt T-Shirts mit der US-Flagge darauf. Von Hans Onkelbach

Das pure Kontrastprogramm: Der Bauer auf einer Tabakplantage in der Region Pinar del Rio (rechts) lebt keine 300 Kilometer entfernt von der Strandschönheit auf dem Foto unten. Aber zwischen ihnen liegen Welten.
Kuba ist geprägt von vielen extremen Kontrasten: In den Städten ist der Wandel unübersehbar, aber auf dem Land ist man weit davon entfernt, sich ein Handy oder gar einen PC vorstellen zu können.

Angebaut werden Mangos, Ananas, Mais, Zuckerrohr und Tabak, einiges für den Eigengebrauch oder den – reglementierten – Verkauf auf eigene Rechnung. Traktoren sind eine Seltenheit, dafür sieht man überall auf den Feldern Bauern hinter einem Gespann von zwei Ochsen hergehen, mit denen sie die Felder bestellen.

Das Pferd ist der wichtigste "Motor" außerhalb der Städte und in kleinen Orten: Kutschen für ein paar Personen, Lastkarren, Wassertanks – gezogen wird dies alles von zierlichen, drahtigen Pferden. Völlig unabsehbar, wann sich die Modernisierung und Öffnung des Landes in der Fläche bemerkbar macht. Und wie sie sich dort auswirkt.
Den Grundbedarf an Lebensmitteln garantiert der Staat gegen minimale Preise.

Jede kubanische Familie führt ein Heftchen, das sie (wie bei den Lebensmittelkarten in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges und danach) berechtigt, je nach Größe, Zahl der Kinder und deren Alter, nach Erkrankungen und anderen Merkmalen in staatlichen Läden Reis, Öl, Bohnen und andere Grundnahrungsmittel zu erhalten.

 

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