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Details zu Strauss-Kahns Festnahme: "Die Handschellen sind eng"

zuletzt aktualisiert: 17.06.2011 - 06:40

New York (RPO). Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat sich bei seiner Verhaftung Mitte Mai auf seinen Diplomatenstatus berufen und über das Anlegen von Handschellen beschwert. Das geht aus Dokumenten hervor, die von der Staatsanwaltschaft am Donnerstag in New York vorgelegt wurden.

Strauss-Kahn wurde am 14. Mai auf dem New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen unter dem Verdacht verhaftet, in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen vergewaltigt zu haben. Danach trat er als Direktor des Internationalen Währungsfonds zurück. Den Dokumenten zufolge machte Strauss-Kahn einen verwirrten Eindruck. Wiederholt habe er gefragt, worum es gehe und sich bei den Polizisten erkundigt, ob er einen Anwalt brauche. Einmal habe er gesagt: "Die Handschellen sind eng."

Wie aus am Donnerstag nun veröffentlichten Protokollen zudem hervorgeht, sagte Strauss-Kahn bei seiner Festnahme: "Ich habe diplomatische Immunität." Später habe er aber auf Nachfrage nach diesem Status geantwortet: "Nein, nein, nein, ich versuche nicht, das zu nutzen. Ich möchte nur wissen, ob ich einen Anwalt brauche."

Strauss-Kahn wird zur Last gelegt, ein Zimmermädchen Mitte Mai in einem New Yorker Luxushotel massiv sexuell angegriffen zu haben. Der derzeit in Manhattan unter Hausarrest stehende Franzose weist die Vorwürfe zurück und plädierte auf "nicht schuldig". Sein Amt als IWF-Chef legte Strauss-Kahn nieder. Die nächste Anhörung in dem Fall findet am 18. Juli statt.

Quelle: apd/afp

 
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