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Nach Disco-Brand in Bukarest
Zahl der Todesopfer auf 50 gestiegen

Schwere Explosion in rumänischer Disco
Schwere Explosion in rumänischer Disco FOTO: dpa, rg cs
Bukarest. Nach dem schweren Brand in einer Diskothek in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ist die Zahl der Todesopfer auf 50 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden erlagen vier weitere Menschen ihren Verletzungen, wie Ärzte am Mittwoch mitteilten.

Zwei der Verletzten verstarben in einem britischen Krankenhaus, in das sie am Sonntag verlegt worden waren; die beiden anderen Opfer in einem rumänischen Krankenhaus.

Nach der Brandkatastrophe vom 30. Oktober waren 150 Menschen in Krankenhäuser gebracht worden. Mehr als 70 von ihnen sind noch immer in Behandlung, 15 Patienten schweben weiter in Lebensgefahr. 35 Verletzte wurden zur Behandlung in Krankenhäuser im Ausland verlegt. Die ersten beiden Wochen gelten bei der Behandlung von Verbrennungsopfern als lebensentscheidend.

Das Feuer in der Bukarester Diskothek war offenbar durch Feuerwerkskörper ausgelöst worden, die Brandschutzvorkehrungen waren mangelhaft. Die Katastrophe hatte zu Massenprotesten gegen die rumänische Regierung geführt. Der bereits wegen anderer Affären unter Druck geratene Ministerpräsident Victor Ponta trat schließlich zurück. Die drei Besitzer der Disco "Colectiv" wurden vergangene Woche festgenommen. Ihnen wird wegen Missachtung der Brandschutzvorschriften fahrlässige Tötung vorgeworfen.

(gol/AFP)
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