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Identität bestätigt: Drahtzieher der Bali-Anschläge getötet

zuletzt aktualisiert: 10.03.2010 - 11:54

Jakarta (RPO). Bei einem von der indonesischen Polizei getöteten Terrorverdächtigen handelt es sich um einen der Drahtzieher der verheerenden Bombenanschläge auf Bali von 2002. Das gab Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am Mittwoch während eines Besuchs in der australischen Hauptstadt Canberra bekannt.

Der indonesische Polizeichef General Bambang Hendarso Danuri bestätigt die Identität des Bali-Bombers.  Foto: AFP, AFP
Der indonesische Polizeichef General Bambang Hendarso Danuri bestätigt die Identität des Bali-Bombers. Foto: AFP, AFP

Bei den Anschlägen auf zwei Nachtclubs im Oktober 2002 wurden auf der Ferieninsel Bali 202 Menschen getötet, darunter auch viele australische Touristen.

Die USA und Australien gratulierten den indonesischen Anti-Terror-Einheiten zu dem Erfolg. Der australische Ministerpräsident Kevin Rudd sprach von einem "bedeutenden Durchbruch" im Kampf gegen den Terrorismus.

Die indonesische Polizei teilte unterdessen mit, dass bei einer der beiden Razzien nahe Jakarta, in deren Verlauf der Terror-Drahtzieher getötet wurde, Materialien zur Herstellung einer Bombe gefunden wurden. Die Bombe sei aber nicht für den Besuch von US-Präsident Barack Obama in diesem Monat gebaut worden, sagte Polizeichef General Bambang Hendarso Danuri. Zu möglichen anderen Zielen wollte er sich aber nicht äußern.

Der 39-jährige Topterrorist Dulmatin galt als ein Spezialist für den Bombenbau, der in Al-Kaida-Lagern in Afghanistan ausgebildet wurde. Zuletzt wurde Dulmatin auf den Philippinen vermutet, zumindest wurde er dort vor etwa drei Monaten gesichtet. Er wurde nun am Dienstag bei einem Schusswechsel in einem Internet-Café getötet. Er war einer der meistgesuchten Terroristen in Südostasien. Die USA hatten eine Belohnung von zehn Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Auf die Spur des Verdächtigen führten dem Vernehmen nach die Aussagen von rund 20 Terrorverdächtigen, die Ende Februar in der Provinz Aceh festgenommen wurden. Sie sollen dort einer Zelle von Jemaah Islamiyah angehören, der regionalen Abspaltung von Al Kaida.

Quelle: apd/csr

 
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