Marokko: Drei Deutsche nach Bootsunglück vermisst
zuletzt aktualisiert: 21.01.2009 - 21:24Rabat (RPO). Nach einem Bootsunglück vor der Küste Marokkos werden sechs Menschen vermisst. Darunter sind drei Deutsche und ein kleines Mädchen aus Österreich.
Die Schifffahrt sollte von Larache im Norden nach Rabat gehen. Allerdings kenterte der Segler Dienstagabend bei schwerem Seegang und Sturm nahe Kenitra, wie die marokkanischen Behörden am Mittwoch weiter mitteilten. Die Suche nach den Vermissten sei wegen des schlechten Wetters vorerst abgebrochen worden.
Das Auswärtige Amt bestätigte, dass drei Deutsche sowie drei Angehörige anderer Nationalitäten vermisst würden. Eine 19-jährige Deutsche habe sich schwimmend ans Ufer retten können. Sie sei bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen und werde nun von der Botschaft betreut. Es seien nur sieben Menschen an Bord gewesen.
Den marokkanischen Behörden zufolge handelt es sich bei den Vermissten um zwei Männer und eine Frau aus Deutschland, eine elfjährige Österreicherin sowie zwei Bootsinsassen aus Slowenien und Dänemark. Einer der Deutschen sei der Skipper des Boots gewesen. Nach Behördenangaben waren an Bord der achteinhalb Meter langen Yacht "Taube" Mitglieder des deutschen Vereins Migrobirdo, der sich seiner Internetseite zufolge für die Völkerverständigung einsetzt.
Die marokkanischen Behörden hätten eine Suchaktion eingeleitet. Wie die amtliche marokkanische Nachrichtenagentur MAP meldete, sank das Schiff in rauer See. Ein Hubschrauber habe bislang erfolglos an der vermuteten Unglücksstelle nahe der Stadt Kenitra nach der Besatzung des Schiffs namens "Taube" gesucht.
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