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Neuinfektionen
Sierra Leone verhängt dreiwöchige Ausgangssperre wegen Ebola

Ebola-Verdacht: Patient von Bochum nach Düsseldorf verlegt
Ebola-Verdacht: Patient von Bochum nach Düsseldorf verlegt FOTO: Patrick Schüller
Freetown. In Teilen Sierra Leones ist wegen der Ebola-Epidemie eine dreiwöchige Ausgangssperre verhängt worden. Präsident Ernest Bai Koroma sagte am Freitag im Staatsfernsehen, die Maßnahme in den Gebieten Kambia und Port Loko im Nordwesten des Lands trete sofort in Kraft.

Die Regierung will damit verhindern, dass sich das hochansteckende Virus in der einzigen Region Sierra Leones, in der noch Neuinfektionen registriert werden, weiter ausbreitet.

Für die nächsten 21 Tage dürfe dort von 6.00 Uhr 18.00 Uhr niemand das Haus verlassen, sagte Koroma. "Jetzt ist mehr denn je wichtig, dass wir wachsam sind", sagte der Präsident. In Sierra Leone starben bislang etwa 3900 mit Ebola infizierte Patienten.

Das angrenzende Liberia war im Mai für Ebola-frei erklärt worden. Hoffnungen, dass Sierra Leone und Guinea bald folgen würden, bestätigten sich jedoch bisher nicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte diese Woche mit, der sich im April und Mai abzeichnende Rückgang der Neuinfektionen sei ins Stocken geraten. Insgesamt steckten sich seit Beginn der Epidemie nach WHO-Angaben etwa 27.000 Menschen mit dem Virus an, fast 11.200 von ihnen starben daran.

(AFP)
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