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Inseln zwischen Hawaii und Neuseeland: Ein Südsee-Paradies wird überspült

zuletzt aktualisiert: 30.09.2009 - 11:47

Apia (RPO). Die Südsee-Inselreiche Samoa und Amerikanisch-Samoa, exklusive Tourimus-Regionen, sind von einer verheerenden Katatrophe heimgesucht worden. Dutzende Menschen wurden von bis zu neun Meter hohen Flutwellen in den Tod gerissen, tausende wurden obdachlos. Das Unglück bringt eine im Westen weitgehend unbekannte Region in die Schlagzeilen.

Das Beben, das den Tsunami auslöste, hatte nach unterschiedlichen Messungen eine Stärke von 8,0 bis 8,3. Das Zentrum des etwa zwei bis drei Minuten dauernden Erdstoßes um 6.48 Uhr Ortszeit lag 32 Kilometer unter dem Meeresboden, etwa 190 Kilometer von Amerikanisch-Samoa entfernt.

Auf einer Fläche von knapp 3000 Quadratkilometern leben in Samoa auf mehreren Inseln etwa 219.000 Menschen. Das Land, das im 19. Jahrhundert zu einer deutschen Kolonie wurde und nach dem Ersten Weltkrieg unter neuseeländische Verwaltung kam, erlangte 1962 als erster Inselstaat im Pazifik die Unabhängigkeit.

Heute ist Samoa eine stabile parlamentarische Demokratie, die vor allem vom Tourismus sowie von Landwirtschaft und Fischerei lebt. Das Land ist aber auch auf Hilfsgelder angewiesen.

Das weiter östlich gelegene Amerikanisch-Samoa gehört seit 1899 zum US-Staatsgebiet. Die auf zahlreichen Inseln und kleinen Atollen mit einer Gesamtfläche von nur 200 Quadratkilometern lebenden knapp 66.000 Einwohner dürfen daher auch an den Vorwahlen der Parteien für die US-Präsidentschaftswahl teilnehmen. Bei der eigentlichen Abstimmung über das Staatsoberhaupt sind sie aber nicht stimmberechtigt.

Auch wirtschaftlich ist Amerikanisch-Samoa eng an die USA angebunden. Zu den wichtigsten Exportgütern zählt Thunfisch in Dosen.

Samoa und Amerikanisch-Samoa liegen zwischen Neuseeland und Hawaii am sogenannten Pazifischen Feuerring, entlang dessen immer wieder Erdbeben und Flutwellen auftreten.

 

Quelle: AFP/top

 
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