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Weil ihm zu heiß war?
Elefant trampelt britischen Touristen in Thailand zu Tode

Elefant trampelt britischen Touristen in Thailand zu Tode
Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit Elefanten in Thailand. Auf diesem Archivbild demoliert ein Elefant Autos im Khao Yai Nationalpark. FOTO: Youtube
Bangkok. Ein britischer Tourist ist in Thailand von einem Elefanten zu Tode getrampelt worden. Das Tier habe den 36-Jährigen und dessen Tochter bei einem Ausritt am Montag auf der Insel Koh Samui plötzlich zu Boden geworfen.

Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. "Wir vermuten, dass das heiße Wetter den Elefanten wütend machte und dass er nicht an seinen Mahout (Führer) gewöhnt war."

Der Brite trug demnach eine Beinprothese und konnte sich deswegen nicht in Sicherheit bringen. Seine Tochter und der Elefantenführer wurden verletzt. Der Elefant wurde schließlich ruhig gestellt.

In Thailand leben etwa 4000 domestizierte Elefanten, viele von ihnen werden als Touristenattraktion eingesetzt. Tierschützer halten dies für unvertretbar. "Männliche Elefanten gehören nicht in die Tourismusindustrie, ihr Verhalten ist einfach zu unvorhersehbar", sagte Edwin Wiek von der Gruppe Wildlife Friends of Thailand. Insbesondere während der Musth, einer Art Brunftzeit, seien die Tiere aggressiv.

Mehrere Organisationen wollen sich am Mittwoch mit der Regierung treffen, um über einen besseren Umgang mit Tieren in der Tourismusbranche zu verhandeln.

(lukra/AFP)
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