Kenia: Elefanten verlassen aus Hunger Dürregebiete
zuletzt aktualisiert: 12.01.2006 - 17:48Nairobi (rpo). Die Menschen in Kenia leiden zur Zeit unter einer anhaltenden Dürreperiode, der schlimmsten seit 22 Jahren. Auf der Suche nach Nahrung verlassen nun auch die Elefanten ihre angestammten Lebensräume. Der Hunger treibt sie fort.
Dabei kommen sie in die Nähe von Siedlungen, wo die Tiere die Felder zertrampeln. In der vergangenen Woche hätten Elefanten aus dem Nationalpark Tsavo-West zwei Dorfbewohner getötet, sagte am Donnerstag die Wildparkhüterin, Connie Maina. Probleme mit Elefanten wurden auch aus den Bezirken Lamu, Laikipia und Narok gemeldet.
"Wir versuchen, die Elefanten in den Park zurückzutreiben", sagte die Sprecherin der Kenya Wildlife Services. Dabei werden Hubschrauber eingesetzt, die die Tiere aus der Luft zur Umkehr zwingen. Als größte Landsäugetiere brauchen die Elefanten 110 bis 190 Liter Wasser am Tag.
Präsident Mwai Kibaki erklärte am 1. Januar die nördlichen Bezirke mit 2,5 Millionen Einwohnern zum Katastrophengebiet. Die Vereinten Nationen haben die Lage im Osten des Landes als besonders kritisch bezeichnet. Dort sind nach Presseberichten bereits die ersten Menschen verhungert.
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