Tropensturm hinterlässt Spur der Verwüstung: Elf Tote durch Taifun "Megi" in Taiwan
zuletzt aktualisiert: 23.10.2010 - 08:53Taipeh (RPO). Taifun "Megi" hat Taiwan erreicht und dort bislang elf Menschen das Leben gekostet. 23 weitere Menschen galten am Freitag als vermisst, darunter 19 chinesische Touristen, deren Bus nach einem Felsrutsch vermisst wird. In der nordöstlichen Stadt Suao City begrub eine durch den Sturm ausgelöste Schlammlawine einen buddhistischen Tempel.
Dabei seien neun Menschen, einschließlich zweier buddhistischer Nonnen getötet worden, teilte das Notfalllagezentrum am Samstag mit. Außerdem seien zwei Menschen in ihrem überschwemmten Haus ertrunken.
Entlang einer Küstenstraße im Landkreis Ilan suchten die Behörden nach einem Bus mit 19 chinesischen Touristen, der am Donnerstagabend von herunterfallenden Felsbrocken getroffen worden war. Aus einem weiteren Touristenbus, der nach Angaben der Regierung ebenfalls auf der Straße von Geröll erfasst worden war, konnten 19 chinesische Insassen gerettet werden. Der taiwanesische Fahrer und der chinesische Reiseführer würden aber noch vermisst, sagte Ministerpräsident Wu Den Yih.
Hubschrauber der Luftwaffe suchen nach Vermissten
Die Behörden berichteten, der Felssturz entlang der Küstenstraße habe einen Streckenabschnitt von 500 Metern verschüttet und rund 30 Fahrzeuge eingeschlossen. Bis zum Samstagmorgen seien die über 340 dabei eingeschlossenen Menschen gerettet worden, sagte Innenminister Chiang Yi Hua. Hubschrauber der Luftwaffe sowie Hunderte Soldaten suchten aber weiterhin nach dem vermissten Bus.
Der Landkreis Ilan war von dem Taifun am schwersten betroffen. Dort sorgte der Sturm, der mit Windgeschwindigkeiten von 145 Stundenkilometern unterwegs war, für einen Rekordregen: In 48 Stunden fielen 114 Zentimeter Wasser.
"Megi" hatte vor seiner Ankunft in Taiwan auf den Philippinen 26 Menschen das Leben gekostet und Schäden in Höhe von rund 175 Millionen Dollar (125 Millionen Euro) angerichtet. Es wird erwartet, dass der Sturm am Samstagmittag (Ortszeit) die südchinesischen Provinzen Guangdong und Fujian erreicht. In Fujian wurden bereits 272.300 Menschen vor dem Taifun in Sicherheit gebracht.
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