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Bluttat in Liverpool: Eltern des ermordeten Elfjährigen bitten um Hilfe

zuletzt aktualisiert: 24.08.2007 - 18:23

Liverpool (RPO). Nach den tödlichen Schüssen auf einen elfjährigen Jungen in Liverpool haben dessen Eltern die Öffentlichkeit in einer emotionalen Pressekonferenz um Hilfe gebeten. Die Mutter forderte den Täter auf, sich zu stellen. Die Polizei fahndet nach einem verdächtigen Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren.

Die Polizei hat noch keine Antworten auf die Fragen nach dem Täter und seinem Motiv. Da der kleine Rhys Jones soweit bekannt keiner Straßen-Gang angehörte, hält es die Polizei dem Vernehmen nach für möglich, dass er einer Verwechslung zum Opfer gefallen ist.

"Wenn jemand weiß, wer es getan hat, meldet euch", sagte der Vater des getöteten Rhys Jones. Rhys Jones wurde am Mittwochabend von einem Fahrradfahrer erschossen, als er mit Freunden auf einem Parkplatz in Liverpool Fußball spielte. Die Polizei beschrieb den Täter als Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren. Es handele sich um einen Weißen, der dunkle Kleidung trage und ein schwarzes Fahrrad fahre, teilte die Polizei am Freitag mit. Die beiden zunächst vernommenen tatverdächtigen Jugendlichen im Alter von 14 und 18 Jahren ließen die Ermittler unterdessen gegen Kaution frei.

Jones' Eltern erklärten, ihr Sohn habe keiner Jugendbande angehört, sein ganzes Interesse habe dem Fußball gegolten. Vater Stephen erklärte, eine solche Tat dürfe in England nicht passieren. "Ich wünsche niemandem zu erleben, was ich gestern durchgemacht habe - durch diesen Raum zu gehen und meinen Sohn in Blutlachen liegen zu sehen, um sein Leben kämpfend", sagte der 44-Jährige.

Seine Frau Melanie beschrieb, wie der Trainer ihres Sohnes bei ihr erschienen sei und sie in sein Auto gedrängt habe, weil auf ihren Sohn geschossen worden sei. Bis sie bei dem Jungen eintraf, war er bereits bewusstlos. Nach Informationen der BBC hielt die Mutter ihren Sohn im Arm, als er vor dem Pub in einer Blutlache im Sterben lag.

Nachbarn und Freunde hielten am Abend eine Mahnwache zum Gedenken an den Getöteten ab, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

Quelle: ap

 
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