"Bottom Kill" verzögert sich: Endgültige Verschließung des Bohrlochs erst im September
zuletzt aktualisiert: 19.08.2010 - 21:50Washington (RPO). Die endgültige Verschließung des monatelang leckenden Bohrlochs im Golf von Mexiko soll erst im September beginnen. Zuvor müsse nach einer Reihe von Tests noch ein neues Sicherheitsventil über der Öffnung platziert werden, sagte US-Krisenkoordinator Thad Allen am Donnerstag vor Journalisten. Erst danach könne mit der "Bottom-Kill"-Methode fortgefahren werden.
Dabei sollen durch Entlastungsbohrungen Schlamm und Zement am unteren Ende der Bohrleitung eingeführt werden. Das Manöver könne vermutlich in der Woche nach dem Labor Day begonnen werden, der dieses Jahr auf den 6. September fällt. Ursprünglich sollte der "Bottom Kill" bereits Mitte August beginnen.
Seit der Explosion der BP-Plattform "Deepwater Horizon" am 20. April waren aus dem lecken Bohrloch nach Behördenangaben rund 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte. Der Ölfluss konnte erst Mitte Juli mit einer Abdeckhaube gestoppt werden. Mit der "Static Kill" genannten Methode gelang es den Ingenieuren der britischen Betreibergesellschaft BP Anfang des Monats, das Bohrloch am oberen Ende zu verstopfen.
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