Brief an österreichische Botschaft: Entführer fordern Freilassung von Islamisten
zuletzt aktualisiert: 15.03.2008 - 11:01Algier (RPO). Die Entführer der beiden in Tunesien verschleppten österreichischen Touristen haben die Freilassung von fünf algerischen Islamisten gefordert. Die Kidnapper hätten dies in einem Brief an die österreichische Botschaft in Algerien mitgeteilt. Die Botschaft in Algier wollte dies zunächst nicht bestätigten.
Unter den Islamisten, deren Freilassung die Entführer gefordert hätten, ist nach Angaben der österreichische Tageszeitung "Annahar" auch Amar Saifi, alias "el Para". Er war 2003 Chef einer Gruppe von Geiselnehmern, die 32 europäische Touristen in Algerien entführten, darunter auch 16 Deutsche. Saifi sitzt Oktober vergangenen Jahres in Haft.
Das österreichische Fernsehen hatte am Freitag unter Berufung auf den Krisenstab von Lösegeldforderungen der Entführer berichtet. Über die Höhe der Forderungen wurde zunächst nichts bekannt. Nach Angaben des Chefs der Anti-Terror-Polizei von Salzburg, Burkhard Vouk, wurde Kontakt zu den Geiselnehmern hergestellt.
Der 51-jährige österreichische Tourist und seine 44-jährige Freundin werden seit dem 22. Februar vermisst und in Tunesien, Algerien oder Mali vermutet. Zu der Entführung hatte sich der nordafrikanische Arm des Terrornetzwerkes El Kaida bekannt. Ein Ultimatum an Wien läuft am Sonntag um Mitternacht aus.
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