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Nach Erdbeben
"Amatrice muss dem Erdboden gleichgemacht werden"

Erbeben in Italien: Amatrice ist nicht mehr zu retten
Helfer kämpfen sich durch die Trümmer Amatrices. FOTO: ap, SO
Amatrice. Amatrice gehörte ganz offiziell zu den schönsten Dörfern Italiens –  doch nach Einschätzung des Bürgermeisters ist der vom Erdbeben verwüstete Ort nicht mehr zu retten. Jetzt droht der Ort auch noch von der Außenwelt abgeschitten zu werden.

"Amatrice muss komplett dem Erdboden gleichgemacht werden", sagte Sergio Pirozzi am Freitag. Im historischen Zentrum, das noch aus dem Mittelalter stammt, sei kein Gebäude mehr intakt. "Wir wollen (die Stadt) am gleichen Ort, vielleicht in gleicher Form und mit der gleichen Ästhetik aufbauen."

Brücken geben nach - nur noch ein Zufahrtsweg offen

Nachbeben haben an zwei wichtigen Brücken der Zufahrtsstraße ins Katastrophengebiet von Amatrice Schäden angerichtet. Die Brücken wurden daher am Freitag geschlossen, der Ort droht nun von der Außenwelt abgeschnitten zu werden. Er suche gemeinsam mit den Behörden nach Alternativstrecken, auf denen die beschädigten Brücken umfahren werden könnten, sagte Bürgermeister Sergio Pirozzi.

Aufräumarbeiten in der Erdbebenregion gehen weiter FOTO: afp

"Andernfalls sind wir ohne Verbindung" zu den Hauptstraßen, erklärte er. Schon vor der Schließung der Brücken staute sich der Verkehr von und nach Amatrice. Einsatzfahrzeuge brachten zahlreiche Rettungskräfte in das Bergdorf, schwere Lkw transportierten tonnenweise Trümmerteile und Schutt ab.

Amatrice gehörte zu den "schönsten Dörfern Italiens", eine Kategorisierung, für die die Orte bestimmte kulturelle und architektonische Kriterien erfüllen müssen. Der Ort war am Mittwoch von dem Beben besonders getroffen worden, mehr als 200 Menschen kamen in Amatrice ums Leben.

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(isw/dpa)
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