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Erdbeben in Zentralasien
Basislager am Mount Everest verschüttet

Fotos: Erdbeben in Asien: Mount-Everest-Basislager verschüttet
Fotos: Erdbeben in Asien: Mount-Everest-Basislager verschüttet FOTO: afp, ras/fk
Kathmandu. Durch Lawinenabgänge im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Zentralasien sind mindestens 18 Bergsteiger am Mount Everest um Leben gekommen. Das Basislager wurde verwüstet.

Die durch das Erdbeben auf dem Mount Everest ausgelöste Lawine könnte nach Einschätzung von Augenzeugen weitaus mehr Menschen als bislang bekannt getötet haben. Das sagten Sherpas am Sonntag nach ihrer Rettung. Viele Kletterer könnten von den Strecken, die zum Gipfel führen, abgeschnitten sein. Bislang wird davon ausgegangen, dass bei der am Samstag abgegangenen Lawine in einem Lager am höchsten Berg der Erde mindestens 17 Menschen getötet wurden.

Die erste Gruppe von 15 Geretteten wurde am Sonntag in die Hauptstadt Kathmandu geflogen, zwölf von ihnen waren Sherpas aus Nepal. Zudem waren Touristen aus China, Südkorea und Japan dabei.

22 der am schwersten Verletzten waren bereits zur medizinischen Behandlung in das Dorf Pheriche gebracht worden. Die meisten schienen Knochenbrüche erlitten zu haben. Schlechtes Wetter und gestörte Kommunikation verhinderten weitere Hubschrauberhilfsflüge.

Pemba Sherpa sagte, er sei überrascht, dass er überlebt habe. Er sei beim Erdbeben aus seinem Zelt gestürmt und habe draußen gestanden.
"Ich hörte großen Lärm und das nächste, was ich weiß, ist, dass ich vom Schnee mitgerissen wurde. Ich muss fast 200 Meter mitgeschleift worden sein." Später habe er sein Bewusstsein wiedererlangt. "Ich war in einem Zelt, umringt von Ausländern. Ich wusste nicht, was passiert war oder wo ich war."

Vor fast einem Jahr waren beim bislang schlimmsten Unglück am Mount Everest 16 Sherpas von einer Lawine getötet worden. Die Bergsteigersaison hatte erst vor wenigen Wochen wieder begonnen.

Seit 1953 haben mehr als 4000 Kletterer den höchsten Berg der Welt bestiegen. Die Bergführer werfen der Regierung vor, nicht genügend für die Sportler zu machen, obwohl sie Millionen Dollar an Gebühren für die Besteigung einnimmt.

(REU)
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