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Stärke 6,9
Erdbeben erschüttert Pakistan und Afghanistan

Erdbeben erschüttert Pakistan und Afghanistan
Mehr als 30 Personen wurden bei dem Erdbeben verletzt. FOTO: dpa, lb
Islamabad. Mehr als 30 Menschen werden verletzt. Das Beben ist aber schwächer als jenes im Oktober, bei dem mehr als 400 Menschen ums Leben kamen.

Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht auf Samstag die Hindukusch-Region erschüttert. In der pakistanischen Stadt Peshawar seien mehr als 30 Menschen beim Einsturz von Häusern und Mauern verletzt worden, sagte ein Sprecher der örtlichen Einsatzkräfte.

Laut Ärzten und Rettungskräften kamen insgesamt 41 Menschen zur Behandlung in Krankenhäuser. In Islamabad wackelten ebenfalls Gebäude, Bewohner wurden aus ihrem Schlaf gerissen und flüchteten ins Freie. Auch in der afghanischen Hauptstadt Kabul und im indischen Neu Delhi war das Beben zu spüren. Tote wurden zunächst nicht gemeldet.

Fotos: Erdbeben erschüttert Pakistan, Afghanistan und Indien FOTO: afp, WK/RC

Der pakistanische Behördenvertreter Ghulam Rasool bezifferte die Stärke des Erdbebens, das 59 Sekunden lang gedauert habe, mit 6,9. Die US-Erdbebenwarte USGS meldete 6,2. Auch darüber, wo das Zentrum des Bebens lag, gingen die Angaben auseinander. Laut Rasool lag es in Tadschikistan nahe der Grenze zu Afghanistan, laut USGS auf afghanischer Seite.

Der Leiter der pakistanischen Katastrophenhilfe, Hamid Nawaz, sagte, das ganze Ausmaß der Schäden sei noch nicht bekannt. Einige alte Häuser und MAuern seien in Peshawar eingestürzt. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

In Islamabad blieben Bewohner aus Angst vor möglichen Nachbeben trotz des kalten Winterwetters im Freien. Die 18-jährige Sahiba Khan sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe ein Buch gelesen, als die Erde ihr Haus erschütterte. Sie und ihre ganze Familie seien aus dem Haus gestürmt.

Pakistan - Neue Insel nach Erdbeben entstanden FOTO: ap, Uncredited

Einige Menschen rannten auch in Neu Delhi und anderen Städten im Norden Indiens auf die Straßen. Berichte über Verletzte oder größere Schäden blieben zunächst aber aus, wie die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete.

In der Region am Hindukusch kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben. Erst im Oktober waren bei einer Erschütterung der Stärke 7,5 rund 400 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere starben, als eine Woche später in Pakistan ein Gebäude einstürzte. 2005 waren bei einem noch stärkeren Erdbeben in Pakistan mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen.

(spol/ap)
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