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Auch Urlaubsgebiete betroffen: Erdbeben erschüttert Teile Griechenlands

zuletzt aktualisiert: 10.06.2012 - 17:57

Panische Einwohner, verstörte Touristen: Ein starkes Erdbeben der Stärke 6 hat die Südost-Ägäis erschüttert. In Griechenland kamen die Menschen kamen offenbar mit dem Schrecken davon. Im Südosten der Türkei gab es mehrere Verletzte.

Das Beben in der Südost-Ägäis ließ am Sonntag Teile der Türkei und Griechenlands erzittern. Das Zentrum des Erdstoßes mit etwa Stärke 6 lag rund 70 Kilometer östlich der griechischen Touristeninsel Rhodos. Von größeren Schäden wurde zunächst nichts bekannt. "Wir haben keine Verletzten auf den Inseln der Dodekanes", sagte der Gouverneur der Südost-Ägäis, Ioannis Machairitsas, dem griechischen Rundfunk. Dem starken Erdstoß folgten mehrere kleinere Nachbeben.

"Es war schrecklich. Die Menschen sind hier alle auf die Straßen gerannt", sagte Christos Pilatakis, Direktor eines Hotels im Touristenort Lindos auf Rhodos der Nachrichtenagentur dpa. Und fügte hinzu: "Wir haben keine Schäden". Auch von der Polizei hieß es, sie habe keine Meldungen über Verletzte. Das Beben war bis nach Athen zu spüren.

In der Urlaubsregion rund um die türkische Küstenstadt Fethiye schreckten die Erdstöße die Menschen ebenfalls auf. Dem Sender TRT Haber berichteten Einwohner, das Beben habe mehrere Sekunden gedauert. Die lokalen Behörden in der Türkei meldeten zunächst, es habe wohl keine Verletzten gegeben.

Später korrigierte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde die Angaben. Nun ist die Rede von 60 Verletzten. Es habe jedoch keine Todesopfer gegeben. Das Beben ereignete sich nach Angaben des türkischen Erdbebenzentrums in der Nähe des vor allem bei britischen Touristen beliebten Küstenortes Ölüdeniz in der Provinz Mugla.

Zwei der Verletzten hätten einen Herzinfarkt erlitten, sagte Behördenvertreter Cihan Teklin der Nachrichtenagentur Anadolu. Andere seien mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht worden, wieder andere hätten nach dem Beben über Angstattacken geklagt.

Vom Geodynamischen Institut der Universität Athen wurde die Stärke des Bebens mit 5,8 angegeben, vom Europäischen Mittelmeer-Erdbeben-Zentrum mit 6,0. Es sei davon auszugehen, dass dies bereits der Hauptstoß der Bebenserie gewesen sei, sagte der Seismologe Akis Tselentis einem Rundfunksender. Die Region sei als Erdbebengebiet bekannt, da dort die afrikanische und die europäische Platte aufeinander träfen.

Quelle: dpa/dapd
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