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32 Stunden unter Trümmern
Drei Verschüttete nach Erdbeben in Ecuador gerettet

Erdbeben in Ecuador: Drei Verschüttete aus Trümmern gerettet
In Manta suchen Rettungskräfte nach Überlebenden. FOTO: dpa, cem lmb cs
Manta. Die Zahl der Toten durch das Erdbeben in Ecuador ist mittlerweile auf mindestens 412 gestiegen. Am Montag hat eine dramatische Rettung für einen Hoffnungsschimmer gesorgt: Drei Verschüttete konnten nach 32 Stunden, die sie unter den Trümmern ausgeharrt hatten, gerettet werden.  

32 Stunden waren sie in den Trümmern unter einem eingestürzten Einkaufszentrum  in der Stadt Manta gefangen gewesen. Um an die Verschütteten, zwei Frauen und einen junger Mann, heranzukommen, schnitten Feuerwehrleute ein fast 70 Zentimeter langes Loch in Beton, durch den sie eine Frau in die Freiheit zerrten. Helfer applaudierten, als sie mit ihrem staubbedeckten Kopf voraus herauskam. Sie wirkte desorientiert und klagte über Schmerzen, war ansonsten jedoch bei guter Gesundheit.

Zwei Frauen und ein junger Mann aus den Trümmern gezogen

Am selben Ort gelang es 50 Einsatzkräften später, mithilfe von Spürhunden, Hydraulikhebern und Bohrern eine weitere Frau und einen jungen Mann aus den Trümmern zu ziehen. Sie wurden in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Behörden zufolge versuchten Helfer noch eine weitere eingeschlossene Frau zu befreien, deren Beine durch eine massive Betonplatte festgedrückt waren.

Die Bilder von den Rettungsaktionen weckten bei den Ecuadorianern die Hoffnung, dass noch weitere Vermisste und Verschüttete gefunden werden könnten. Bisher hat das Beben vom Samstag entlang der Pazifikküste des Andenstaats mindestens 412 Menschen in den Tod gerissen. Tausende Menschen sind obdachlos.

(tak/ap)
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