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Erdbeben in Mexiko
Einsatzkräfte finden in Trümmern weitere Todesopfer

Erdbeben in Mexiko: Einsatzkräfte finden weitere Todesopfer
Hilfskräfte durchsuchen die Trümmer des Stadtpalastes von Juchitan (Mexiko). FOTO: dpa, zeus sab
Juchitán. Hunderte weitere Male hat die Erde nach dem heftigen Beben vom Donnerstagabend gewankt. Die Hilfskräfte stellt das immer wieder vor neue Probleme. Im Bundesstaat Oaxaca steigt die Zahl der Todesopfer weiter.

Nach dem historischen Erdbeben in Mexiko sind nach Angaben der Behörden mittlerweile mindestens 90 Todesopfer entdeckt worden. Wie der Gouverneur des südmexikanischen Bundesstaates Oaxaca, Alejandro Murat, am Sonntag bekanntgab, starben allein in seinem Staat 71 Menschen. In zwei Nachbarstaaten waren insgesamt mindestens 19 weitere Menschen ums Leben gekommen. Nachbeben erschwerten die Hilfseinsätze in der besonders stark betroffenen Stadt Juchitán.

Das Erdbeben der Stärke 8,1 hatte sich am Donnerstagabend um kurz vor Mitternacht (Ortszeit) ereignet. Es war so stark, dass es noch in der mehr als 1000 Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt Häuser zum Wackeln brachte.

7. September 2017: Erdbeben der Stärke 8,4 erschüttert Mexiko FOTO: dpa, zeus pil

Seitdem kam es zu Hunderten von Nachbeben: Die Behörden verzeichneten bislang fast 800 Erschütterungen, darunter am Sonntagmorgen eines der Stärke 5,2. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatten fast 60 der Erdstöße eine Stärke von 4,5 und mehr. Manche der Beben zwangen die Helfer in der großflächig zerstörten Stadt Juchitán, ihre Arbeit zeitweise zu unterbrechen. Dort war ein gutes Drittel der Häuser eingestürzt oder unbewohnbar geworden.

Transportflugzeuge der Regierung brachten am Sonntag Hilfsgüter nach Juchitán, wo allein mindestens 37 der 90 Todesopfer gestorben waren. Soldaten verteilten Kartons mit Lebensmitteln. Manche Menschen schliefen aus Angst vor weiteren Gebäudeeinstürzen weiterhin im Freien, während Polizisten und Soldaten mit Schaufeln und Vorschlaghämmern dabei halfen, die einsturzgefährdeten Ruinen in Juchitán zu demolieren. Lastwagen schafften tonnenweise Schutt weg. Auch das Krankenhaus der Stadt war nicht mehr zu benutzen, stattdessen wurden die Patienten in eine Turnhalle außerhalb von Juchitán gebracht.

(wer/ap)
 
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