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Nach Erdbeben
Nepalesen fordern nach Helikopter-Absturz Entschädigung

Zwei Nachbeben erschüttern Himalaya-Region
Zwei Nachbeben erschüttern Himalaya-Region FOTO: dpa, ns bjw
Kathmandu. Die Familien von fünf Opfern eines US-Militärhubschrauberabsturzes im nepalesischen Erdbebengebiet haben von den USA finanzielle Entschädigung gefordert. Sie hatten erst Wochen nach dem Unglück erfahren, dass ihre Angehörigen unter den Toten waren.

Die Behörden hatten zunächst nur berichtet, dass sechs Soldaten aus den USA und zwei aus Nepal ums Leben gekommen seien, als der Hubschrauber am 12. Mai im Nordosten des Himalayastaates abstürzte. Nach DNS-Tests und weiteren Untersuchungen beider Staaten bestätigte das nepalesische Militär am Freitag - mehr als drei Wochen nach dem Unglück -, dass fünf weitere Personen an Bord gewesen seien. Bei ihnen handelte es sich um Dorfbewohner, die nach dem verheerenden Erdbeben im April zur medizinischen Behandlung ausgeflogen werden sollten.

Die Angehörigen versammelten sich am Montag vor dem Tribhuwan-Krankenhaus in Kathmandu, wo die Leichen aufbewahrt wurden. Sie würden die Toten nicht bestatten, bis die Frage der Entschädigung geklärt sei, sagte Purna Bahadur Khatri, dessen Bruder unter den Opfern war. Auch mögliche Proteste vor der US-Botschaft kündigte er an.

(ap)
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