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Skurriles Ehedrama
Türke zeigt Ehefrau wegen Beleidigung Erdogans an

Erdogan beleidigt: Türke zeigt seine eigene Frau an
Bei Präsidentenbeleidigung verstehen die meisten Türken wenig Spaß - genauso wie der Mann, der seine eigene Ehefrau deswegen angezeigt hat. FOTO: ap
Ankara. In der Türkei hat ein Mann seine eigene Ehefrau angezeigt, weil sie Präsident Erdogan beleidigt hat. Er habe seine Frau mehrfach ermahnt und ihr gesagt, dass der Präsident ein guter Mann sei, zitierte eine Zeitung den Türken. Die Ehegattin möchte sich jetzt scheiden lassen. 

Ein 40-jähriger Türke hat einem Medienbericht zufolge seine zwei Jahre jüngere Ehefrau wegen Beleidigung von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angezeigt. Der Lastwagenfahrer habe die Frau mehrfach ermahnt, die Beleidigungen zu unterlassen, berichtete die regierungsnahe Zeitung "Yeni Safak" am Montag auf ihrer Website. Seine Ehefrau habe ihn daraufhin aufgefordert, ihre Äußerungen aufzuzeichnen und sie anzuzeigen, was er getan habe.

Den Angaben zufolge ist das Paar seit drei Jahren verheiratet. Die Anzeige wurde demnach bei der Staatsanwaltschaft im westtürkischen Izmir erstattet. Ob beziehungsweise wann der Fall vor Gericht kommen könnte, war unklar.

"Ich habe sie gewarnt und ihr gesagt, dass unser Präsident ein guter Mann ist", zitierte die Zeitung den Ehemann. Die Frau habe Erdogan aber stets beleidigt, wenn er im Fernsehen aufgetaucht sei - oder umgeschaltet. Er würde im Fall von Präsidentenbeleidigung selbst seinen eigenen Vater anzeigen, wurde der Mann zitiert. Seine Frau reichte dem Bericht zufolge inzwischen die Scheidung ein.

Zuletzt waren in der Türkei vermehrt Journalisten, Blogger und einfache Bürger, darunter auch Jugendliche, wegen Präsidentenbeleidigung vor Gericht gebracht worden. Kritiker werfen Erdogan zunehmende Unnachgiebigkeit vor.

(AFP)
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