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Unglück in Mosambik
Dutzende Tote nach Explosion eines Tanklastzugs

Explosion in Mosambik: Mindestens 73 Tote und 110 Verletzte beim Unglück
Ein Kind, das bei der Explosion Verbrennungen erlitt, wird ins Provinzhospital Tete eingeliefert. FOTO: afp
Johannesburg . Mindestens 73 Menschen starben bei der Explosion eines Tanklastzugs im Norden von Mosambik. 110 weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

Die Tragödie ereignete sich nach örtlichen Medienberichten im Ort Caphiridzange in der Provinz Tete. Radio Mozambique meldete, Anwohner hätten sich dort am Donnerstag an einer Hauptstraße um den Tanklastzug versammelt, um den Fahrer Treibstoff abzukaufen. Dabei sei es zu einem Feuer und einer anschließenden Detonation gekommen.

Behörden gingen von weiteren Todesopfern aus, berichtete Radio Mozambique weiter. Einsatzkräfte suchten nach Überlebenden, doch würden die Bemühungen durch den Einbruch der Nacht erschwert.

Die Verletzten wurden dem britischen ‘Guardian' zufolge ins 90 Kilometer vom Unfallort entfernte Provinzhospital in Tete gebracht. Die Provinz Tete liegt etwa 1600 Kilometer nördwestlich von Mosambiks Hauptstadt Maputo.

Drei Minister haben sich zum Unglücksort aufgemacht. Die Regierung hatte kürzlich den Benzinpreis erhöht, nachdem die örtliche Währung Metical gegenüber dem Dollar verloren hatte.

Bereits im Januar 2015 ereignete sich in der Provinz Tete eine Tragödie: Damals starben 75 Menschen nachdem sie vergiftetes Bier getrunken hatten. Mozambik ist dem Internationalen Währungsfonds zufolge eines der ärmsten Länder der Welt. Seit der Bürgerkrieg 1992 endete, erlebt die Bevölkerung die Folgen einer schweren wirtschaftlichen Krise.

 

 

(jj/ap)
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