| 09.04 Uhr

Überflutungen, Tornados, Feuer
Extremwetter fordert viele Opfer in den USA

USA: Tote und Verletzte bei Tornados an den Weihnachtstagen
USA: Tote und Verletzte bei Tornados an den Weihnachtstagen FOTO: ap
Washington . Zu Weihnachten kämpfen viele Menschen in den USA mit extremen Wetterbedingungen. Bei Tornados im Süden starben über die Feiertage 25 Menschen. In New York ist es so warm wie noch nie an Weihnachten. Und das Extremwetter soll weiter andauern.

Die Tornado-Serie im Süden der USA hat am Samstag Dallas erreicht und in der texanischen Metropole mindestens sieben Menschen in den Tod gerissen. Gleich mehrere Wirbelstürme gingen in dem Ballungsraum nieder, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte. Dächer wurden abgedeckt, Autos durch die Gegend gewirbelt, Kirchen beschädigt, Strommasten und Bäume umgerissen und Erdgasleitungen beschädigt, teilten Behördensprecher mit. Über Weihnachten waren bei Wirbelstürmen in mehreren US-Südstaaten 18 Menschen umgekommen.

Die Tornados schlugen in Dallas eine an die 65 Kilometer lange Schneise der Verwüstung, beginnend 32 Kilometer südlich der Metropole bis hin zu ihrem Nordosten.

Auf dem Flughafen Dallas Love Field wurden wartende Passagiere aufgefordert, sich während des Sturms nicht an den Glasfenstern aufzuhalten. Flüge vom internationalen Airport Dallas-Fort Worth wurden vorübergehend ausgesetzt. Basketballstar Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks mussten wegen des Sturms eine halbe Stunde warten, bis ihr NBA-Spiel gegen die Chicago Bulls angepfiffen werden konnte.

Die Wirbelstürme, die begleitet wurden von heftigem Regen, Wind und teils auch Hagel, sind Teil einer warmen Wetterfront, die noch größere Fluten im Süden und Osten der Vereinigten Staaten auslösen könnten. Betroffen sind der Nordosten von Texas sowie Teile der US-Staaten Oklahoma, Kansas, Arkansas und Missouri.

Blizzard im Anmarsch

Auf der anderen Seite von Texas wurde ein ganz anders Bild erwartet: Im Westen sowie dem angrenzenden New Mexico könnten die Temperaturen auf bis zu minus 23 Grad abstürzen und mehr als 35 Zentimeter Schnee fallen, wie der US-Wetterdienst warnte, der bereits von einem "historischen Blizzard" sprach. Viele Texaner brachten sich davor in Sicherheit.

In Alabama führten Überflutungen zur Sperrung von 190 Straßen. Ein Arbeiterviertel außerhalb der Stadt Birmingham war am Freitag von einem Tornado getroffen worden; es gab mehrere Verletzte.

Ein Sprecher der Notfallbehörde in Mississippi meldete 56 Verletzte in seinem Staat. 241 Häuser seien bislang zerstört oder ernsthaft beschädigt worden. Mehr als 400 Wohngebäude seien insgesamt in Mississippi von den Unwettern betroffen.

Ungewöhnliches, für die Jahreszeit viel zu warmes Wetter hat nach Angaben von Meteorologen zu der Häufung von Tornados geführt. Der Höhepunkt der Wirbelsturmsaison liegt eigentlich im Frühjahr - allerdings wurden in vielen US-Südstaaten an Weihnachten auch frühlingshafte 20 Grad Celsius gemessen.

(jco/dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Extremwetter fordert viele Todesopfer in den USA


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.