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Facebook-Hit
So entführt ein älterer Herr Reisende in Zürich

Facebook-Video: Kanton Graubünden entführt Reisende aus Zürich
FOTO: Screenshot / facebook.com/graubuenden
Düsseldorf. Mit einer überraschenden Werbe-Aktion macht der Kanton Graubünden in der Schweiz auf sich aufmerksam. Ein Facebook-Video zeigt einen älteren Herrn, der per Livestream Reisende zu einem Bildschirm am Züricher Hauptbahnhof lockt – und ihnen ein Ticket nach Graubünden schenkt. Von Henning Bulka

Der Kanton Graubünden in der Schweiz steht für Bergromantik, Traditionalität und Ruhe. Nicht erwartet hätten viele deshalb wohl die multimediale und überraschende Werbe-Aktion, die der Tourismus-Verband des flächenmäßig größten Schweizer Kantons in den Züricher Hauptbahnhof geholt hat.

Im Video, das derzeit auf Facebook massenhaft angeschaut wird, ist ein älterer Herr zu sehen, der auf einer Bergwiese vor malerischer Kulisse sitzt und sein Notebook aufklappt. "Guten Morgen!", ruft er in die Kamera des Computers. Das Bild wird direkt auf eine Werbetafel im Hauptbahnhof in Zürich übertragen – dort, wo hunderte Reisende auf dem Weg zu ihrem Zug sind.

"Darf ich euch einladen, auf einen Kaffee in Vrin", fragt der ältere Herr ein Ehepaar und andere Passanten. Daraufhin druckt die Werbetafel direkt ein Ticket aus – von Zürich nach Vrin, eine kleine Gemeinde in den Bergen von Graubünden. Das Ticket ist direkt am selben Tag gültig.

Die Passanten sind überrascht, freuen sich aber auch. Kurze Zeit später ist nach einigen Schnitten zu sehen, wie die Menschen hinter dem Herrn auf der Bergwiese wieder auftauchen. Offenbar haben sie ihren Zug bekommen.

Sehen Sie sich hier das Video an:

Schaut euch an, wie wir Pendler aus dem Zürcher HB entführten:

Posted by Graubünden on Donnerstag, 2. Juli 2015

Offen ist natürlich, ob die Reisenden wirklich "entführt" wurden, oder ob hier nicht technisch nachgeholfen wurde. Nichtsdestotrotz findet das Werbe-Video großen Anklang. Bis Montagnachmittag wurde es über eine Million Mal angesehen und über 12.000 Mal auf Facebook geteilt.

"Wow - solch interaktive und charmante Werbung habe ich noch nicht gekannt - beeindruckend und gelungen, Chapeau!", schreibt etwa ein Nutzer. Und ein anderer wünscht sich: "Stellt doch das Teil auch einmal in anderen Schweizer Städten auf."

(RPO, HeBu)
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